Mittwoch, 3. Oktober 2018

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1a-Grenadas - Blog für Kommunikation, Kulinarik, Kurzgeschichte: Mittwochsthema: Herbst: "Wer jetzt allein ist, wir...: HERBSTZEIT - Aussaat-Zeit! Der goldene Herbst, die klassische Zeit, unruhig durch Alleen zu wandern, wenn die Blätter treiben, seinen Ril...

Mittwochsthema: Herbst - Höchste Zeit zu säen!

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben.. Stimmt das?


Der goldene Herbst, die klassische Zeit, unruhig durch Alleen zu wandern, wenn die Blätter treiben, seinen Rilke im Kopf und Wehmut im Herzen .. oder sich frisch auszurichten und auszusäen, was sich im Geschäftsjahr 2019 als üppige Ernte erweisen soll. Seeding ist angesagt. Aber, sagen Sie vielleicht, gerade jetzt säen, wo das Jahr sich sachte auf den Winter vorbereitet? Im Business ticken die Uhren anders als in der Natur. Wer jetzt positionslos ist, wird es lange bleiben .. :-) Muss ja nicht. 


Budgetplanung und Positionierung: Investieren Sie jetzt in ein erfreuliches Geschäftsjahr 2019!

Kommunikationsmaßnahmen werden oft unterschätzt oder falsch eingeordnet - Sie sind kein Geldabfluss (zumindest nicht primär), sondern eine Investition in eine gute Zukunft. Die früher beginnen kann als Sie denken. Unternehmenskommunikation, klassische und Online PR, Socialmedia-, Content- und StoryMarketing und wie die Unterdisziplinen sich alle so nennen, sind als essenzielle strategische Aufgaben ein klarer Schwerpunkt im Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr.

Unternehmer, die sich bislang darauf verlassen haben, dass sie am Markt bereits hinlänglich bekannt sind, dass es bisher ja gut lief und es auch weiter so bleiben wird, werden früher oder später ein Problem haben: Sie erkennen zu spät, dass sie abgehängt wurden. Business verhält sich zyklisch: Nach Regen kommt Sonnenschein, nach Sonne ...


Strategie + Substanz + Haltung + Botschaft + Emotion = Nutzwert + Markterfolg


Positionierung ist nicht ganz leicht und einfach schon mal gar nicht. Allein und in Eigenregie schmort man im eigenen Saft. Der Binnenblick trübt Wahrnehmung und Einsicht. Das weiß ich aus meiner eigenen Erfahrung nur zu gut. Der Spiegel des Narziss war eine klare Wasseroberfläche, in deren Widerschein er sich verliebte. Soll heißen: allein gelassen mit der Positionierung ist man gerne in Versuchung, sich in sich selbst zu vergucken. Das ist nur allzu menschlich. Oder im Gegenteil kein gutes Haar an sich zu lassen. Das ist allzu selbstzerstörerisch. Der innere Kritiker ist der größte Gegner.  

Bei der Positionierung zu sparen, kann teuer kommen. 




VORSCHLAG:


Veranstalten Sie doch mal einen Positionierungsworkshop im Team - laden Sie einen externen Profi für Strategieberatung dazu ein - und schauen Sie was passiert!

Gemischte Unternehmensteams aus verschiedenen Disziplinen - Strategen, Planer, Konstrukteure, Kreative, Öffentlichkeitsarbeiter, Vertriebsfachleute, Manager - tun sich zusammen, um aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Performance des Unternehmens zu schauen. 


  • Wie werden wir von außen wahrgenommen? Von denen, die es gut mit uns meinen und von denen, die nicht so wohlwollend sind (Das wissen die Außendienstler und alle, die im Kundenservice an der Front sind) 
  • Was ist unsere eigene Sicht? 
  • Wie würden wir gerne wahrgenommen werden? 
  • Und welche Story, welche Botschaft, welche Kernaussage könnte uns positive kommunizieren? Welche Emotion könnten für uns stehen (die wir in der Zielgruppe wecken) und 
  • welche argumentative, aber noch wichtiger welche emotionale Bedürfnisbefriedigung und Problemlösung bieten wir zentral an? 
  • Worin sind wir besser als die anderen und wie macht sich dies bemerkbar? 
  • Welche Unternehmensfarbe, welche Tonalität, welcher Sprachduktus prägt uns? 
  • Wo sind wir scharf und pointiert abgegrenzt erkennbar und 
  • was macht unsere Eigenart aus? 
  • Was genau ist das schlagende Moment, das wir in den Ring werfen wie Profiboxer ihre Fäuste (oder Handschuhe)? 
  • Wo sind wir speziell und wo unschlagbar?

Nachhaltigkeit ist der Moment, wo der Frosch ins Wasser springt


Natürlich darf auch ein Vertreter des Rechnungswesen nicht fehlen. Er könnte aussagekräftig sein zu den Zielvorgaben für 2019 - aber das ist im Moment - sorry - leider nicht federführend. Eine klare Vorstellung wohin der Hase laufen soll - ins Plus natürlich, aber wie hoch, in welchen Segmenten, mit welchen Produkten und Angeboten, bewirkt durch welche absatzfördernden Maßnahmen u.a. - das ist im Moment nicht wirklich relevant.

Denn - eine klare, präzise, emotional abgefütterte und mit Leidenschaft getragene Positionierung, umgesetzt in erfolgversprechende Maßnahmen und Außendarstellungen, wird Sie auf jeden Fall weiterbringen. In Richtung Erfolg. Wobei dies ja nicht immer Umsatzerhöhung bedeutet. Vielleicht gewinnen Sie mehr als Sie umsetzen - absurd, finden Sie? Ach nein. Befreunden Sie sich ein wenig mit dem Gedanken, dass der ideelle und emotionale Gewinn höher in der Waagschale wiegen kann als der pekuniäre. Und bei weitem nachhaltiger und langfristiger ist. Wachstum um jeden Preis? Das kann ins Auge gehen.

Beispiel: 

Ein entwicklungsstarker Mittelständler (Medizintechnik B2B) ist 100 Jahren am Markt und mehr denn je hochkreativ. Der Beste in seiner Disziplin. Seine Mitbewerber sind Konzerne. Diese setzen auf Ärzte-Events, Ärzte-Goodies und Fachbenefits und was noch alles viel Geld kostet. Der Kleine ist pfiffig und besinnt sich seiner Zielgruppe Patienten - seiner Endabnehmer letztlich. Er erzielt einen guten Namen und Vertrauen in diesen Kreisen, zieht die Ärzte subkutan mit sich und macht den Großen zu schaffen. David gegen Goliath? Gewitzt ist schlauer.

Sie planen nicht nur für 2019 - sondern für den Rest Ihrer Unternehmerlaufzeit, des Unternehmenslebens und (in gewissem Sinne) darüber hinaus.

Eine neue Unternehmensfarbe ist wie eine neue Liebe, die im Herbst gesät wurde und nicht nur einen Frühling lang strahlt, sondern viele, viele Male neu.

Sie wollen mehr darüber wissen, wie Positionierungsberatung in Ihrem ganz speziellen Fall aussehen kann? Buchen Sie doch ein Informationstelefonat. 

45 Minuten gehen auf mich. MissWord! 0172.3244591. Freu mich!





Tags: 
Positionierung, Strategieberatung, Positionierungsworkshop, Unternehmensfarbe

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MissWord! - Sigrid Jo Gruners Alter Ego

Wort. Strategie. 

Text.Story.Buch. 

Kommunikation.

Sigrid Jo Gruner unterstützt  als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen, Organisationen & Freiberufler, Berater & Coaches bei ihrer Marktpositionierung, mit strategischem Branding und individueller Unternehmenskommunikation. 

Schwerpunkte: 
Strategie- & PR-Beratung, Redaktion & Texttuning, Premiumtext (Web, Magazin, PR), Publikation (E-Book, Whitepaper, Folder), Buchcoaching und Ghostwriting (Sachbuch & Corporate Book für Beratungsprofis und Unternehmen). Eigene Autorenprojekte (narrativ/szenisch). Skills: Interdisziplinäres Denken und Konzipieren, ganzheitlicher Blick, umfassende Betreuung. Digitale Handhabung - analoge Beziehungsgestaltung.

Charakteristika: Leidenschaft, Empathie und Chuzpe und 26-jährige Selbstständigkeit.


Schwerpunktthemen: Alles was Sinn macht, langwirkende Relevanz entwickelt und alle Sinne anspricht. Gesellschaftspolitische Themen und modernes Business, modernes Leben, komplexes B2B, Food, LifeBalance





Mittwoch, 26. September 2018

1a-Grenadas - Blog für Kommunikation, Kulinarik, Kurzgeschichte: Mittwochsthema: Blockbuster-Unternehmen machen Sto...

1a-Grenadas - Blog für Kommunikation, Kulinarik, Kurzgeschichte: Mittwochsthema: Blockbuster-Unternehmen machen Sto...: Business-Moviemania  Arnies Welt - Die wundersame Verwandlung zum Hero Machen Sie doch einen Film aus Ihrem eigenen Unternehmen! Sei...

Mittwochsthema: Blockbuster-Unternehmen machen StoryMarketing


Business-Moviemania 

Arnies Welt - Die wundersame Verwandlung zum Hero

Machen Sie doch einen Film aus Ihrem eigenen Unternehmen! Seien Sie ab sofort nicht mehr Manager, sondern Action-Hero. Held zu werden ist gar nicht so schwer. Gehen Sie nicht Tag für Tag in Ihr Unternehmen - gehen Sie in Ihr angestammtes Businesskino. Auch in Ihnen steckt ein Arnie Schwarzenegger. 
Auf dem Set werden Sie bereits erwartet. Vom Scriptgirl, Kabelträger, Kameramann, Regisseur, Tontechniker, Drehbuchautor, Maskenbildner, Caterer. 
Alles in einem. MissWord!




Sie lieben Movie.Sie lieben umwerfende Filmfiguren.Sie lieben atemberaubende und berührende Filmszenen.


So what? Ich mache Sie (resp. Ihr Unternehmen) zum Hero Ihrer eigenen Geschichte.
Brand ist gut, Movie ist besser.



Auf Ihrer Heldenreise werden Sie staunen, lachen, glucksen, glühen und vielleicht auch vor Rührung schluchzen. Emotion pur! Als Mentorin haben Sie MissWord! an Ihrer Seite. Und ein kluges Konzept. Helden haben Widersacher, die Ihnen mit Felsbrocken den Weg zum Happy End versperren wollen - Versuchen können sie es ja, aber stoppen können sie den Hero nicht. Dafür ist seine Story zu bezwingend, seine Performance zu straight, sein emotionales Feuer zu stark. 

Der einzig ernstzunehmende Gegner könnten nur Sie oder Ihr innerer Kritiker sein. Aber da mache ich mir keine Sorgen. Sie sind clever. Sie sind smart. Sie wissen was Sie wollen. Sie haben ein exzellentes Produkt oder eine unschlagbare Dienstleistung. Sie verdienen Erfolg. Aber - Sie haben noch keine Message! Noch keine Story. Noch kein Drehbuch.


Gehen Sie mit mir auf Ihre ureigene Heldenreise, verfügen Sie am Ziel über eine klare Botschaft. Leicht verständlich. Prägnant. Überzeugend. Eingängig. Sympathisch. Erfolgsträchtig. Produktgüte ist gut, Botschaft ist besser. 

Strategie + Substanz + Emotion = Nutzwert und Erfolg.

StoryMarketing.

Jedes Unternehmen hat das Zeug für einen Filmstoff. Kintopp im Kopf. Blockbuster.

Fluch der Karibik








MissWord! richtet den Scheinwerfer auf Sie. Und übersetzt komplexe, erklärungsbedürftige Inhalte in knackige Geschichten, überzeugende Botschaften und Aussagen, mitreißende Emotionen. Sagen Sie später nicht, Sie hätten davon nichts gewusst, wenn Ihre Mitbewerber an Ihnen vorbeigezogen sind:-))

To be honest: Sie haben Erfolg verdient, aber ein bisschen Schweiß gehört dazu.


Sie können Menschen für sich und Ihre Botschaft gewinnen, wenn Sie ab heute kein konventionelles Marketing mehr machen, sondern StoryMarketing für das interessanteste Markenzeichen in Ihrer Welt. Machen Sie den ersten Schritt. Arnie Schwarzenegger macht es uns vor: Hero und Politiker zugleich - 

Lernen Sie von Arnie - Sie sind der HERO.

Informieren Sie sich. 45 Minuten Erstgespräch gehen auf mich: 0172.3244591! 

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MissWord! - Sigrid Jo Gruners Alter Ego

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Strategie- & PR-Beratung, Redaktion & Texttuning, Premiumtext (Web, Magazin, PR), Publikation (E-Book, Whitepaper, Folder), Buchcoaching und Ghostwriting (Sachbuch & Corporate Book für Beratungsprofis und Unternehmen). Eigene Autorenprojekte (narrativ/szenisch). Skills: Interdisziplinäres Denken und Konzipieren, ganzheitlicher Blick, umfassende Betreuung. Digitale Handhabung - analoge Beziehungsgestaltung.

Charakteristika: Leidenschaft, Empathie und Chuzpe und 26-jährige Selbstständigkeit.


Schwerpunktthemen: Alles was Sinn macht, langwirkende Relevanz entwickelt und alle Sinne anspricht. Gesellschaftspolitische Themen und modernes Business, modernes Leben, komplexes B2B, Food, LifeBalance

Dienstag, 4. September 2018

Mittwochsthema: "Was bitte? Digitale Transformation?"


Mittwochsthema: „Was bitte? Digitale Transformation??“


Der deutsche Mittelstand verdient eine "Digitale Revolution mit menschlichem Anlitz!"

Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern diejenige, die am besten auf Veränderungen reagiert. (Darwin)









Der Schlachtruf Digitale Transformation hat per se schon etwas Disruptives - Ein Begriff wie eine Camouflage. Undurchsichtig, mehr verhüllend als erklärend, ausgesprochen mit einer gewissen Schärfe macht er gruseln – vor allem mittelständische Unternehmen. Sie haben es ständig vor Augen, Sie ahnen, dass sie auf das Pferd aufsteigen sollten, weil es mit Pferdestärken einfach schneller vorwärts geht auf rein analogem Fuß. Doch wenn sie bisher zu Fuß ganz gut unterwegs waren und wenn es das erste Mal ist und das liebe Tier sehr groß  – wer hält ihnen die Steigbügel?

Der Mensch ist von Natur aus träge. Veränderungen liebt er nicht. Ist es nicht doch besser, die bekannten Probleme oder vertrauten Misslichkeiten zu ertragen als sich auf Neuland einzulassen? Und das ist nachvollziehbar. Einmal in einem nestwarmen Kokon eingenistet, scheut er die kalte Außenwelt, in der der Wind schärfer bläst. 

In einem ähnlichen Vermeidungsverhalten verharren Unternehmen, die sich vom digitalen Tsunami bedrängt fühlen und zu etwas genötigt sehen, was sie weder durchblicken noch für bezwingbar halten. Klar, dass sie, die für den Aufbau und die Existenz ihrer Unternehmen Verantwortung tragen, um ihre Autonomie fürchten. Sie haben es mit einer Materie zu tun, die ihnen herzlich fremd – und vielleicht auch egal – ist. Das schürt Trotz und Widerstand statt Neugier und Drive. Keine gute Basis für Change. Schade um verpatzte Chancen.

Labor Mittelstand

Wenn beklagt wird, dass der digitale Fortschritt bei Deutschlands Mittelständlern noch viel zu wenig angekommen sei (was auch ein Stückweit dem mangelhaften Netzausbau geschuldet sein mag), kann dies nicht zur Freude des Mittelständlers sein. In seiner Haut möchte man nicht stecken; er, der sich vielleicht seit Jahrzehnten für ein Familienunternehmen oder eine inhabergeführte Organisation eingesetzt und dabei Freizeit und Familie zurückgestellt hat, stolz auf das blickt, was er geschaffen hat, soll nun alles umkrempeln, gar niederreißen was aufgebaut wurde? (Klar, dass er es etwas schwärzer sieht als es ist.) Da er den Nutzen der digitalen Transformation nur ansatzweise kennt, fürchtet er die Umstellung wie ein Erdbeben. Argumente, die seine Zweifel auflösen, würden helfen, verständlich verpackt in positiver Anmutung. 

Er beschließt, sich herauszuhalten aus einer für ihn undurchsichtigen neuen Welt. Ein vernunftbegabter Mensch will die Konsequenzen seines Handelns, den Nutzen und Mehrwert überblicken können und eigene Entscheidungen treffen und nicht von einer schwer fassbaren Autorität überrollt werden. Zumal er ahnt, dass es nicht nur um eine technologische Aufrüstung geht, sondern um einen grundlegenden strukturellen Wandel in der Unternehmenskultur, der die gewohnten Ordnungsstrategien von Führung, Hierarchie, Steuerung, Organisation, Prozedere, Unternehmensphilosophie, Performance, Teammanagement und Rekrutierung außer Kraft setzen könnte. Fehlende Transparenz kann verheerend wirken.

Der deutsche Mittelstand verdient eine digitale Revolution mit menschlichem Antlitz

Man spricht gerne vom „Rückgrat der Wirtschaft“ – aber wird es wirklich mit Respekt behandelt, nicht zuletzt von den staatlichen Stellen? Wer hierzulande mutig in die Selbstständigkeit geht, sollte auf ein positives Klima aus Wertschätzung und Goodwill treffen. In den USA bedeutet ein Scheitern kein moralisches Aus. Wer dort etwas wagt und dabei nicht reüssiert, fängt einfach neu an. In unserer Kontrollkultur fühlt sich das anders an.

Fachwissen ist gut, Empathie ist besser. Will man den Mittelstand als digitalen Verbündeten gewinnen, ist mehr noch als fachliche Instruktion eine Menge Intuition und Einfühlung gefragt. Information, Aufklärung, komplexe Dinge einfach und anschaulich machen und das Gefühl vermitteln „Wir schaffen das gemeinsam!“ – allesamt Ventile, die Ängste abbauen. Coachs, Berater, Trainer, die ihr IT-Know-how mit einer guten Dosis Psychologie und einem empathischen Blick anreichern, und bereit sind, sich selbst hinter der Aufgabe zurück zunehmen, holen den Unternehmer dort ab, wo er steht. Betreutes Digitalisieren, Anleitung zum Selbstmachen, Digitale Transformation als Baukasten oder als Heimlabor, in dem es knallt, dampft und sprudelt. Und Neues wächst.

Digital-analoge Koexistenz statt feindlicher Übernahme

Wer sagt denn, dass Digitalisierung wehtun muss? Dass sie komplett auf analoge Features verzichten soll? Mensch bleibt Mensch, auch digital. In meinem Portfolio finden sich seit Langem digitale Geschäftsbereiche – Digital Branding, Webcontent, Online Storytelling, E-Book, Online PR. Doch in meinen Businessbeziehungen bleibe ich dezidiert analog. Es gilt das gesprochene Wort! Dialog, Diskurs, die Schwingungen, die zu Schwingen werden. Und offenbar stehe ich mit dieser Haltung nicht allein. Fatal finde ich, dass die Auswirkungen der Digitalisierung auf unser Beziehungsverhalten zu wenig thematisiert und massiv unterschätzt werden. Ab der Grundschule müsste dieses Unterrichtsfach Pflicht sein: Mensch bleiben in einer (voll) digitalisierten Zeit.

Bewusstseinsbildung ist langwierig und nachhaltig. In den Jahrzehnten vor der Jahrhundertwende nahmen öffentliche Entscheider und Institutionen ordentlich bemessene Etats für Informations- und Aufklärungskampagnen in die Hand, etwa zu Gesundheitsthemen wie AIDS und zu gesellschaftlichen Themen wie Ausländerfeindlichkeit (Letzteres hätte heute eine besondere Brisanz). Sie erreichten eine hohe Dichte in der Bevölkerung und schufen ein kritisches, von Selbstverantwortung geprägtes, aufgeklärtes Bewusstsein.

Werden wir heute nur noch verwaltet?


Destabilisiert die seit Jahren bemerkbare Einbetonierung und Ruhigstellung den Einzelnen, die Gesellschaft, das Land, die Demokratie? Intellektueller Diskurs scheint engen Zirkeln vorbehalten zu sein. Vordergründige Marktthemen mit dem Ziel der monetären Bereicherung eines Einzelnen gibt es zuhauf. Eine Sintflut an Events gibt vor sinnstiftend zu sein, bei Licht betrachtet haben sie nicht selten rein plakativen Charakter und das Ziel zu beruhigen und zu beschwichtigen. Immerhin tut sich ja etwas, oder? Vertragen wir noch mehr (geistige) Starre?

Die Gleichmacherei der Sozialen Medien


Muss uns die Digitalisierung ängstigen? - Sicher nicht, wenn wir kritischer und reflektierter Stellung beziehen und das Unsoziale an den Sozialen Medien erkennen, die uns eine Welt vorspielen, die es so nicht gibt und nie gegeben hat. Leben ist Chance und Erfüllung, Risiko und Gefahr – jeder definiert selbst sein eigenes Maß an Digitalisierung. Auch und gerade in der digitalen Transformation von Mittelständlern ein gesunder Grundsatz, wie ich finde.


Tags: Digitale Transformation, Digitalisierung, Empathie, Bewusstseinsbildung

Bildnachweise:vOben + Mitte Stocksnap.io Rawpixel




MissWord! - Sigrid Jo Gruners Alter Ego

Wort. Strategie. Text. Story. Buch. Kommunikation

Sigrid Jo Gruner unterstützt  als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen, Organisationen & Freiberufler, Berater & Coaches bei ihrer Marktpositionierung, mit strategischem Branding und individueller Unternehmenskommunikation. 

Schwerpunkte: 
Strategie- & PR-Beratung, Redaktion & Texttuning, Premiumtext (Web, Magazin, PR), Publikation (E-Book, Whitepaper, Folder), Buchcoaching und Ghostwriting (Sachbuch & Corporate Book für Beratungsprofis und Unternehmen). Eigene Autorenprojekte (narrativ/szenisch). Skills: Interdisziplinäres Denken und Konzipieren, ganzheitlicher Blick, umfassende Betreuung. Digitale Handhabung - analoge Beziehungsgestaltung.

Charakteristika: Leidenschaft, Empathie und Chuzpe und 26-jährige Selbstständigkeit.


Schwerpunktthemen: Alles was Sinn macht, langwirkende Relevanz entwickelt und alle Sinne anspricht. Gesellschaftspolitische Themen und modernes Business, modernes Leben, komplexes B2B, Food, LifeBalance



Sonntag, 2. September 2018

1a-Grenadas - Blog für Kommunikation, Kulinarik, Kurzgeschichte: Aufgespießt: Werden künftig Textroboter das Sagen ...

1a-Grenadas - Blog für Kommunikation, Kulinarik, Kurzgeschichte: Aufgespießt: Werden künftig Textroboter das Sagen ...: Unsere Zeitgenossen in einer digitalen Welt Sprachqualität in einer digitalisierten Welt In einer digitalen Zeit mu...

Aufgespießt: Werden künftig Textroboter das Sagen respektive das Schreiben haben?




Unsere Zeitgenossen in einer digitalen Welt

Sprachqualität in einer digitalisierten Welt


In einer digitalen Zeit muss man mit allem rechnen. Was wir aber in der ersten Euphorie über Smartphone, Messager, Facebook und Chatroom nicht erwartet haben, zeigt sich jetzt als Verflachung und Vermassung von vielem, was uns über die Jahrzehnte/Jahrhunderte lieb und teuer war. Traditionelle Print-Zeitungen kämpfen ums Überleben, Sprachqualität droht zum Begriff zu verkommen, den nur wenige deuten können. Hat die Überflutung an audiovisuellen und digitalen Reizen die Schriftsprache in eine Randposition innerhalb der Marketingkommunikation gedrängt? In der analogen Zeit war vieles erschwerter (Gottlob wusste man dies in Ermangelung eines Vergleichsmaßstabs nicht), im digitalen Change allerdings ist vieles reduzierter.

Hä ? Was babbelst du da?

Sprache ist Veränderungen unterworfen. Jugendsprache gibt es vermutlich seitdem sich die Menschen der Sprache bedienen. Was uns heute in der heranwachsenden Jugend zu Ohren dringt, ist allerdings für Generationen, die noch in einer rein analogen Zeit aufgewachsen sind, recht krude, In den Fünfziger und Sechziger Jahren stellte die damals aufkommende „Halbstarken-Sprache“ eine Provokation dar, heute nimmt sie sich vergleichsweise harmlos aus. „Halbstarke“ benutzten ihren Slang, um wahrgenommen zu werden. Ebenso wie die schwarze Lederjacke und Elvis-Tolle wollten die Jugendlichen Zeichen setzen, um in der auf die junge Generation verkrustet wirkenden Erwachsenenwelt Gehör zu finden.


Cyber-Kommunikation
Heute sitzt das Smartphone mit am Familientisch wie noch vor fünf bis zehn Jahren das Fernsehgerät und Cyber Kommunikation ersetzt vielfach das was Ältere „Gespräch“ oder „Konversation“ nannten. Dass Sprache ein Auslaufmodell sein könnte, hätten sie absurd gefunden. Nicht selten werden Kinder eingeschult, die lediglich über geringe Sprachfertigkeiten verfügen, mit einem Smartphone jedoch gekonnt umzugehen wissen. Kunst, Literatur und Kultur waren immer Seismographen der Zeitströmungen. Während sie in allen Zeitepochen die wichtigsten gesellschaftlichen Entwicklungen spiegelten, lässt sich in den Nuller Jahren eine Fluchtbewegung in die (Alb-)Traumwelten von Fantasy (Harry Potter), Super Heroe-Serien, Märchen- und Trickfilmen, Killer-Games und Gewalt-Videos ausmachen. Vermeidungsverhalten innerhalb einer immer massiver und dichter digitalisierten Welt?

Gehören Schreibende, Autoren, Redakteure, Texthandwerker bald einer aussterbenden Spezies an?

Die digitale Kommunikation entbehrt vieler Signale, die vital sind, soll zwischenmenschliche Beziehung funktionieren: Haptik, Mimik, Tonfall, Körpersprache, Empathie, Pacing, Ausdruck. Ihr Medium heißt "Bits & Bytes". Roboter sind heute in der Lage, Chatrooms zu bespielen, Nachrichtensendungen zu füllen, auf Twitter mittels Fake News Verwirrung (und Schlimmeres) zu stiften und Hate-Storms zu entfachen. Kollege Roboter mag bei Sportnachrichten, die sich rein auf die Ergebnisse konzentrieren, durchaus okay sein. Aber überall dort, wo der Mensch sich emotionale Spiegelung, intuitives Kommunizieren, Meinung, Kommentar, Bedürfnisbefriedigung, Wahrnehmung, Reflexion, Sinngehalt, Subtext wünscht, laufen Robot-Texte ins Leere. Ein Roboter kann mittlerweile Gefühle ausdrücken („Larry ist jetzt sehr traurig!“), empfinden kann er sie nicht und wird dies auch nie tun. Einen Tamagochi zum Liebhaben? Diese Ersatzbefriedigung nannte man früher Selbstbetrug.

Das Revival der Welt der Dinge, Gefühle und Emotionen

Man staunt - es zeigen sich Gegentendenzen – Würfel- und Brettspiele, Familienunterhaltung, Vinyl-Schallplatten, Knetmasse und Ausmalbücher für Erwachsene, stationäre Reisebüros und Tante-Emma-Läden erleben eine Renaissance der Bodenständigkeit und Begreifbarkeit. Verlangsamung mit gleichzeitiger Intensivierung bietet dem atemlosen Tempo auf der Datenautobahn Paroli. Die physische Welt der Dinge setzt Zeichen gegenüber dem Internet der Dinge.

Berechtigte Hoffnung macht sich breit, dass eben doch nicht alles so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Schließlich sind Menschen doch vernunftbegabte Wesen, oder? Ich fürchte nur, hier hat die Vernunft einen schweren Stand. Es bedarf der Empathie, Emotion und Einfühlung, um zu begreifen, dass alle diese nicht-physischen und - durch die digitale Brille gesehen - scheinbar luxuriösen Unerlässlichkeiten wie Kommunizieren und Schreiben, Gespräch und Diskurs, Kontakt, Nähe und Beziehung die Basis und Essenz unserer menschlichen Existenz darstellen. Gefährden wir sie nicht!


Lesetipp:
Der Berliner Coach und Organisationsberater Thomas Wehrs (www.thwehrs.com) weist auf diese und ähnliche Aspekte in seinem im Juni 2018 erschienenen Sachbuch "Störfall Mensch!" eindringlich hin. 



Tags: digitalisierte Welt, digitale Zeit, Sprachqualität, digitale Kommunikation, Kollege Roboter, Internet der Dinge, Smartphone, Cyber Kommunikation

Bildnachweis:
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Schwerpunkte: 
Strategie- & PR-Beratung, Redaktion & Texttuning, Premiumtext (Web, Magazin, PR), Publikation (E-Book, Whitepaper, Folder), Buchcoaching und Ghostwriting (Sachbuch & Corporate Book für Beratungsprofis und Unternehmen). Eigene Autorenprojekte (narrativ/szenisch). Skills: Interdisziplinäres Denken und Konzipieren, ganzheitlicher Blick, umfassende Betreuung. Digitale Handhabung - analoge Beziehungsgestaltung.

Charakteristika: Leidenschaft, Empathie und Chuzpe und 26-jährige Selbstständigkeit.

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