Sonntag, 15. Oktober 2017

Aufgespießt: Mozart auf Hallig Dömstrüttel

Mozart auf Hallig Dömstrüttel


Radiointerview der anderen Art


Jetzt im Ruhestand erinnere ich mich gerne mal an meine Sternstunden als Radioreporter beim Lokalfunk in Vorderoeelde-Ost, Ostostwestfalen. Ja, glauben Sie nur nicht, dass mein Leben, so bescheiden es sich von außen auch ausnimmt, ohne Glanzlichter gewesen sei.

Anfang der 90er, letztes Jahrhundert versteht sich, da jährte sich zum 200. Mal der Todestag eines unserer ganz Großen. Gut, er war Österreicher, aber das war ja damals noch irgendwie eins. Natürlich wollten auch wir dieses Top-Thema am Sonntag bringen, zwischen Morgenandacht und Mittagsmesse, bester Sendeplatz, noch vor dem Wochenmarkt, dem zentralen Ereignis in Vorderoelde-Ost, das wir regelmäßig aufzeichneten. Das war Oostwestfalen pur - wenn sich die gutturalen Laute der rotköpfigen Bauern mit dem Gackern des Federviehs und dem Muhen der sanftäugigen Rotbunten mischten. Sie sehen, wir haben der Sache eine gewisse Bedeutung zugemessen!

Na, hören Sie selbst ..

Mozarts Chlavichord - unbenutzbar bei seinem Hallig-Aufenthalt ?


„Verehrte Hörerinnen und Hörer, zum 200. Todestag eines genialen deutschen Tonschöpfers haben wir keine Mühen gescheut, um dies für Sie zu einer veritablen Feierstunde zu machen. Wir freuen uns ganz besonders“ – und hier überschlug sich meine Stimme vor Aufregung – „dass wir heute einen der ganz seltenen, ja ganz sicherlich den einzigen noch lebenden Zeitzeugen des großen Mannes zu uns ins Studio holen konnten. Opa Sönke Jepsen aus Klein-Tönisveert im Oostostwestfälischen. Sie waren in den ersten 120 Jahren ihres Lebens Landwirt auf der Hallig Dömstrüttel, erzählte uns Ihre Ururenkelin?“ - Der winzige, einer Trockenpflaume nicht unähnliche Mann, der schon geraume Zeit in sich gekehrt neben mir gestanden hatte, wurde urplötzlich munter, riss das Mikrofon an sich und pustete hinein: „Joo, das iss wahr. Die Line, das junge Ding, hat schon recht.“ Das junge Ding war an die 77, Opa Jepsen selbst musste so auf die 225 zusteuern, ganz genau wusste das keiner, er selbst wohl am allerwenigsten.

„Opa Jepsen, Sie haben Wolfgang Amadeus Mozart“ – und es kratzte mich geradezu im Hals – „richtig persönlich gekannt? Erzählen Sie mal! Unsere Zuhörer sind ja schon ganz aus dem Häuschen.“ Jepsen griff sich wieder das Mikro: “Joo, was soll ich Ihnen sagen? Eines Tages landete auf Dömstrüttel ein Schiff von Osten an, es musste wohl lange unterwegs gewesen sein, denn die paar Leute, die ausstiegen, waren völlig fertig. Da waren wohl auch ein paar von ihnen unterwegs hops gegangen. Cholera oder so. Na egal. Der Rest war auch ganz transusig, einen jungen Mann hatte es schlimm erwischt. Seine Seidenhöschen waren verschlissen, das Spitzenjabot zerfleddert, und ein ums andere Mal jammerte er über seine vermaledeite Perücke, in der die Bordmäuse hausten.“ Hier kicherte der kleine Mann hektisch vor sich hin. „Also, seine Laune war echt schietig. Er machte viel Aufhebens wegen seiner Violine, er spielte wohl ab und zu mal zum Tanz auf, die feuchte Seeluft hatte sie aufgeweicht und das Chlavichord hatte eine schwere Welle ramponiert.“ 

An dieser Stelle griff ich mir Opa Jepsen, weil ein böser Schluckauf seinen eingefallenen Brustkorb ordentlich durchschüttelte wie eine Orkanböe aus Nordwest. Ich klopfte ihm auf den Rücken, klang ganz hohl, und flößte ihm Wasser ein. Während dessen schob mein Assistent ganz gewitzt das Intermezzo aus „Figaros Hochzeit“ dazwischen. 




Halligidylle?? Wohl eher Südsee.



Als die blaue Färbung aus seinem Gesicht gewichen war, fuhr Opa Jepsen fort: „Puder für die Perücken war ihnen ausgegangen, kaum noch Proviant, ein paar Pralinen, die sie uns gleich als Gastgeschenk angeboten hatten und so'n Pulver, das sie Schokolade nannten. Wir machten uns ja nicht so viel aus Zuckerzeug ... gab‘s bei uns eigentlich nur für die Weiberleut im Kindbett. Die meisten kamen beim Pastor unter. Den Geiger packte ich bei mir auf den Heuboden, da war er vor Flutwellen erst mal sicher. Gut, durchs Reetdach pfiff der Wind, na ja. Den plagte ein böser Magenkatarrh.“ 

Hier hakte ich ein: „Sagen Sie, Opa Jepsen, wie kommt‘s dass Sie sich an all das noch so gut erinnern können?“ - „Ja, war ja jung damals“, nuschelte er durch die beiden ihm verbliebenen Vorderzähne, „prägt sich schon ein, außerdem hab ich ein fotografisches Gedächtnis, sagt Line immer, das junge Ding, die vergisst jetzt schon mal, wo die Schlüssel liegen.“ „Na ja“, stotterte ich, „mit 77 kann man schon mal etwas tüttelig werden..“ „Unsinn“, wies mich Jepsen zurecht und guckte richtig ungnädig.

Ich beeilte mich, ihn aufs Thema zurückzuführen. „Was war denn jetzt mit dem Herrn Mozart?“ Opa Jepsen spitzte die Lippen, als ob er pfeifen wollte. „Ja, der war da, um sich in der Nordseeluft zu kurieren, sein Arzt hatte ihm ‚ne Kur empfohlen, eigentlich wollten die ja nach Madeira, aber die Kasse knauserte, und bei uns stimmten die Preise ja noch. - Mit dem jungen Herrn Moozard war nicht viel los, er schlotterte immerzu vor Kälte, schrie nach Rotwein und Tabak, fraß alle Pralinen auf und wurde sehr krakelig, als das Wetter sich nicht änderte.“ Bevor Opa Jepsen sich allzu lange beim Wetter aufhalten konnte wollte ich wissen: „Hat er sich denn mit den Leuten unterhalten?“ - „Nee.“ Konterte er. „Der kam ja kaum aus der Stube. Nur die Berte, meine Alte, die war die einzige, mit der er mal sprach. Ja, ich weiß ja auch nicht, was die so zu schnacken hatten? Das war immer ein Gekichere und Geschäkere im Heu, sag ich Ihnen, die Wirtschaft litt darunter ganz schön, weil die Berte gar nicht mehr nachkam mit Kehren und Putzen. Sie hatte ja nur noch mit dem jungen Herrn Moozard zu tun. Seine Perücke bürsten, die Wäsche ausbessern, den zerrissenen Hosenlatz stärken. Joo, was sollte ich machen? Ich sah die Berte kaum noch.“ Der Opa guckte verstimmt.

Land unter vor der Freiheitsstatue
„Hatten Sie denn da schon Kinder?“ -„Nee, wir warn ja grade erst mal ein paar Monate verheiratet. Und die Berte und ich, wir wussten ja nich so viel vom Leben, als sie uns zusammengegeben hatten.“ -„Soll das heißen  ääh.. dass Sie noch gar nicht ... na ja, Sie wissen schon, die Ehe vollzogen hatten?“ - „Joo, das war wohl so, da hatten wir‘s nicht so eilig.“ Jepsen schnalzte mit der Zunge und dann mit den Hosenträgern und rülpste laut. Nun ja, wir mussten dem alten Herrn schon mal was nachsehen. Unsere Hörer bestätigten später, dass sie das als sehr authentisch empfunden haben.

„Aber dann ..“ fuhr der schnurrige kleine Alte fort, „als eines Tages, muss so zwei, drei Monate nach der Ankunft der Fremden gewesen sein, das Postschiff aus Emden kam, das kam so zweimal im Jahr, da war der plötzlich wieder wech. Wie‘ n Blitz. Einfach so. Was sacht man dazu? So’ne Eile, das kannten wir so gar nich.“ - Ich hakte nach: „So über Nacht? Ohne Abschied?“ - „Joo, genau. Na, ja war auch besser so. Das war ja kein Auskommen mehr mit der Berte.“ - „Ja, Bauer Jepsen, das war ja schade. Hat der Herr Mozart denn mal Musik gemacht?“ - „Nee, das konnte er ja nich, die Geige war hin. Und wir hatten ja nix, nur auf dem Kamm hat er mal geblasen.“ Opa Jepsen guckte trübe. Ich tröstete: „Ja, schön, dann hatten Sie ja doch mal eine Kostprobe von seinem großen Können?“ - „Joo, wenn man so will.. Aber gefallen hat das bei uns keinem.“

Ich merkte, der Opa schlaffte jetzt doch ganz schön ab und steuerte das Ende an: „Bauer Jepsen, eine letzte Frage: Wie kommt es denn, da bin ich jetzt einfach ein bisschen neugierig, also wie kamen Sie denn doch noch zu Familie, wo Sie doch..“ ich zwinkerte ihm zu, „na ja, Sie wissen schon. Ist es denn danach doch noch zu einer Annäherung zwischen ihnen und der Berte gekommen?“ - Opa Jepsen zierte sich ein bisschen und kratzte sich am Kinn. „Joo, nee, das war komisch, so‚n gutes halbes Jahr danach ist meine Berte niedergekommen, mit einem Sohn, ich weiß auch nicht wie, der Pastor meinte, es gäbe ja immer mal wieder eine Eingebung des Heiligen Geistes, und der kam wohl über sie. Der hat dann später das Chlavichord repariert..“ -



Ich beeilte mich, dem nichts mehr folgen zu lassen als: „Na, auf der Hallig hat die Natur eben ihren eigenen Rhythmus“ und nahm Opa Jepsen nun endgültig das Mikro aus der Hand. Der war jetzt auch schon ziemlich rammdösig.

Obwohl ich von einem Ohr zum anderen grinste, kriegte ich noch den Abspann ganz sauber hin: „Meine verehrten Hörerinnen und Hörer, damit wollen wir diesen sensationellen Augenzeugenbericht beschließen, Wolfgang Amadeus Mozart, der geniale Tonschöpfer, einmal ganz anders gesehen, als Kurgast auf einem lütten, von den Menschen und Gott beinahe vergessenen Eiland, mitten in der brausenden See, von Welle und Sturm gepeitscht, ein Mann, der den Gezeiten trotzte und bleibende ..äh.. lebendige Erinnerungen hinterließ.  - Doch nun zurück zur Morgenandacht.“

Sie werden nun denken, Bauer Jepsen war wohl ein ausgemachter Trottel. Ich neige eher dazu, ihn für einen ausgemacht schlauen Kopf zu halten, der sich das Leben eben nicht unnötig erschweren wollte. Gleichmütig nennt man das wohl und das ist mehr als viele Heutige schaffen. Und eine Eingebung des Heiligen Geistes, die wurde in Klein-Vorderoelde-Ost allemal gerne gesehen. Damit lagen wir voll im Trend, will sagen innerhalb der Zielgruppe. Die Quote war ordentlich an diesem Sonntag, was will man als Medienmensch mehr.








Copyright:Sigrid Jo Gruner
Abdruck nicht ohne Abstimmung mit der Autorin

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Insel im Meer: Aaron Burdon
Antike Klavier Tastatur: Skitter Foto
Schiff vor Freiheitsstatue: Justin Leibow
Puppe: Gary Bendig



Sigrid Jo Gruner unterstützt als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen und Selbstständige bei ihrer Positionierung und Unternehmenskommunikation. Schwerpunkte: Strategische Beratung, Branding, Konzeption & Redaktion, PR- & Magazintext, Web-Content, E-Book & Corporate Book. Und 24-jährige Erfahrung.


Schwerpunktthemen: Alles was gut schmeckt, schön aussieht, sinnvoll ist & glücklich macht. Gesellschaftspolitische und Zeitthemen, komplexe B2B-Themen, Food, LifeBalance und Persönlichkeitsentwicklung, Marketing-, Manager- und Businesswissen.

Sonntag, 8. Oktober 2017

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Aufgespießt: Grün zu Grün

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Aufgespießt: Grün zu Grün: Regen seit Tagen - Er inspirierte mich zu einer Mikrostory, die man so oder so lesen kann :-) „Grün zu Grün“ Bin ich es leid! Kopflos...

Aufgespießt: Grün zu Grün

Regen seit Tagen - Er inspirierte mich zu einer Mikrostory, die man so oder so lesen kann :-)

Grün zu Grün

Bin ich es leid! Kopflos herumlaufen, über Schlaglöcher steigen mit Füßen, die sich kaum über den Boden heben lassen, mit Sehnsucht in einem wunden Herzen, mit einem kleinen Marder in der Magengrube, mit einem Blick, der alle verwundet, die meinen Weg kreuzen. Bin ich es leid. Wann kommt der große Regen, der mich durchnässt bis auf die Haut, rein wäscht, was stört, meine Kleidung an den Körper presst, meine Seele durchspült, die Haare löst, das Herz frei macht?

Smaragdgrüne Wiese mit Regentropfen

Regnen kann es ja auch in mir, das ist wahr, das war schon immer so. Weißt du das nicht mehr? Lass es regnen, trau dich, es tut nur noch manchmal weh, aber dann doll. Gerade jetzt, oh ja. „Hinter dem Regenbogen geht’s weiter“, und so fort. Doch wo ist der Eingang? Die Hintertüre finde ich dann schon. Was für ein Timing: sich nach Regen sehnen, wenn die Sonne knallt und hart und sengend auf den Asphalt knattert. Asphaltkopf sagt keiner, fällt mir ein, immer nur Betonkopf. Warum nicht?

Plötzlich aus dem Nichts, ein Blitz, ein Donner, ein Regenschauer. Dann leuchtet es grün, pink, gelb, lila, blau, rosig. Werbung? Immer abends zwischen 19 und 20 Uhr. Der Joghurt mit der Ecke oder sind es die Fruchtzwerge? Der kleine Snack für zwischendurch, der Kraftcocktail, die Zuckerbombe. Danke, nicht für mich. Danken Sie jemand anderem, sagt die Stimme aus dem Off. Off, uff, geschafft, offenbar... wie viele F verträgt ein Satz? Fragen Sie den Professor, wieder die Stimme. Ja, wo ist der denn? Er hat seinen Regenschirm vergessen und ist noch mal nach Hause gegangen.

Endlich regnet es in meinen Kopf hinein. Das kühlt, tut gut. Es blubbert in der Nase, sickert in meine Ohren, tröpfelt in den Halsausschnitt, trippelt über die Stirn, flößt die Balken über den Strom der Straße und Sturzbäche aus den Dachrinnen. Da kommt auch der Professor. Beim Vorübergehen entreiße ich ihm den Schirm. Als ich ihn aufspanne, dringt Regen aus hundertundeins Löchern. Auch gut, denke ich und gebe ihm den Schirm zurück. Nun will er ihn nicht mehr. Beleidigt geht er davon.

Warum spricht keiner mit mir unter dem gelöcherten Schirm, aus dem es grün tropft. Warum grün? Ah, das ist der Maler an der Hausfassade, der über mir auf einem Gerüst einen Pinsel schwingt und methodisch in einen Topf mit grasgrüner Farbe taucht. Sein Gesicht sieht aus, als ob er einem inneren Rhythmus folgt. Das gefällt mir. Mein Kleid ist auch grün. Ich recke meinen Hals nach oben, nun wird auch mein Gesicht grün. Die Haare sind es längst. Das steht mir, das weiß ich.

Ich gehe aus der Stadt hinaus, übers Land. Treffe auf weite wogende Wiesen, die im Regen aufblühen. Im Licht der Sonnenstreifen, die gerade den Regen teilen, glitzern sie saftig und smaragdgrün. Schön ist das. Ich stapfe durch hohes Gras und lasse mich auf den Rücken gleiten. Von oben regnet es weiter, dichte lange silberne Fäden, die sich zu Büscheln verweben. Windböen sprühen pralle Tropfen auf meine grünen Wangen. Ganz langsam sinke ich ein, immer tiefer, die Wiese bewegt sich in Wellen und umarmt mich behutsam. Aufseufzend werde ich eins mit ihr. Grün zu Grün, das wollte ich schon immer.



Sigrid Jo Gruner/8.10.17

Bildnachweis: Stocksnap.io, FOX






Sigrid Jo Gruner unterstützt als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen und Selbstständige bei ihrer Positionierung und Unternehmenskommunikation. Schwerpunkte: Strategische Beratung, Branding, Konzeption & Redaktion, PR- & Magazintext, Web-Content, E-Book & Corporate Book. Und 24-jährige Erfahrung.


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Mittwoch, 4. Oktober 2017

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Mittwochsthema: Wie funktioniert das eigentlich zw...

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Mittwochsthema: Wie funktioniert das eigentlich zw...: Teil 1:  Nachhaltige Kundenbeziehungen sind eine wertvolle Ressource, in die es sich zu investieren lohnt Beziehungspflege hä...

Mittwochsthema: Serie: Wie funktioniert das eigentlich zwischen Unternehmen und Dienstleister? Folge 4: Nachhaltige Kundenbeziehung



Teil 1: 

Nachhaltige Kundenbeziehungen sind eine wertvolle Ressource, in die es sich zu investieren lohnt


Beziehungspflege hält Kundenbeziehungen frisch

Es gibt Vernunftehen und Liebesheiraten und etwas dazwischen. Das gilt für Beziehungen zwischen Unternehmen und Dienstleistern ebenso. Alle werden durch den Kitt der Beziehungspflege zusammengehalten.  Berater, Trainer, Coaches, Kreativ und Dienstleister sind in einem besonderen Maße zu Kundenpflege und Service verpflichtet. Ihre Profession macht sie zu wertvollen Informanten, Ratgebern, Zuhörern, Trostspendern parallel zu ihrem ureigenen Job als Content Marketing Berater, Designer, PR-Manager, Redakteur, Buchcoach oder Werbetexter. 

Mit Trost meine ich umfassend das Gefühl, das sich einstellt, wenn Empathie, Einfühlung und Beziehungsfähigkeit mit im Boot sind. Wenn ich mich als MissWord! also ausschließlich als Textprofi verstünde, wäre das für den Klienten nur die halbe Miete. Von meinem Herkommen und der jahrzehntelangen Berufspraxis her bin ich PR- und Strategieberaterin, Autorin, Journalistin, Webtexterin, Lektorin, Projektmanagerin, Geschichtenerzählerin, Buchcoach, Ghostwriterin und Co-Autorin - und das alles fließt intuitiv in die einzelne Kundenberatung und Kundenbeziehung mit hinein. Dies umso intensiver je länger die "Ehe" zwischen Klient und Dienstleister bereits andauert, wie weit man sich kennen und gegenseitig schätzen gelernt hat, wie viel an erfolgreicher Projektarbeit geleistet wurde. 

Unternehmen und Selbstständige sind gut beraten, sich eines Profis zu bedienen, wenn es um Leistungen geht, die nicht in die ur-eigenen Zuständigkeiten fallen - Warum sollte ein Unternehmer seine Website selbst texten oder die Imagebroschüre selbst designen wollen? Auch einen Werbetext schreiben ohne ein Werbetexter zu sein, ist nicht zielführend und um seine eigene Positionierung zu präzisieren, ist ein kritischer Blicks von außen Gold wert. Dichte ich denn etwa tropfende Wasserhähne selbst? Schule ich mich in der Kunst des Dachflickens oder bastele mir eine Brille?


Never change a winning team

Liebe Unternehmen, ich sage das nicht nur pro domo und aus meiner Verantwortung für Premiumtext heraus. Es kostet unter dem Strich einfach mehr, Fachfremdes selbst bewerkstelligen zu wollen, das hat nicht nur mit der eigenen Arbeitszeit, die Sie kalkulieren müssen, zu tun, sondern auch mit den Nachfolgekosten der Überarbeitung und Optimierung wenn nicht gleich Neugestaltung, die zwangsläufig auf Sie zukommen. Von den potenziellen Einbußen bei Image, Auftreten, Außenwirkung, Reputation, Kunden und Umsätzen gar nicht zu reden, die Sie durch die Beauftragung eines Profis abwenden können. 

Gehen Sie dieses Risiko besser nicht ein!

Noch ist alles in Butter ...
Sie fragen sich vielleicht: Wenn ich keinen Profi kenne, wie finde ich einen solchen und nach welchen Kriterien soll ich diesen einschätzen? - Ja, das ist wie beim Kleiderkauf. Man kann es probieren und sich im Spiegel der ersten Versuche kritisch beäugen. Man kann durch drei bis zehn Shops laufen und nach dem Ideal forschen. Man kann auf Empfehlungen setzen (sehr gut, klappt aber dennoch nicht immer, weil jedes Paar Schuhe eben doch nicht jedem passt) oder man macht eines: Man trifft sich, spricht sich, mag sich, könnte es sich vorstellen und beschließt es zu tun. - Wenn eine Beziehung dann gut läuft, sollten Sie sich - ähnlich wie  die Stammkunden eines Unternehmens - nicht ständig fragen: "Ob es draußen noch etwas Besseres gibt?" Das ist müßig. Denn ein Dienstleister, der sich exzellent eingearbeitet hat, wird mit der Zeit immer besser - wie hervorragender Käse aus einer exzellenten Almwirtschaft.


Nicht gleich aufgeben, wenn es „kriselt“ - Mit Gesprächen Probleme in Kundenbeziehungen lösen!

Springen Kunden ab, tut das weh. Vordergründig kann es der Preis sein. Aber meist geht es um die Themen, die unter dem Vorwand liegen. Mangelnde Betreuung? Zu wenig Beachtung? Fehlende Gesprächsbereitschaft? Kleine unbedachte Äußerungen oder nicht aufgelöste Missverständnisse? Wir sind alle nur Menschen und daher fehlbar. 

Meine Empfehlung: In jeder guten Ehe gibt es mal mal Sturm, mal Sonnenschein. Dann braucht's nicht gleich eine Paartherapie, aber miteinander sprechen sollte man in jedem Fall. Reden ist die Brücke zu neuem Vertrauen! Ohne den Anderen anzuklagen seine Wahrnehmungen und Kränkungen darlegen fällt nicht immer leiht. Verhärtete Fronten brauchen einen neutralen Dritten. Ein erfahrener Coach nimmt die Schärfe aus dem Westwind, der die Segel bläht. Es sind immer menschliche Schwächen, die zu Unstimmigkeiten führen. Diese sollte man als das nehmen, was sie sind: Ansatzpunkte für weiterführendes Gespräch und neu belebte Beziehung, zu Erkenntnis, Erneuerung, Wachstum. Dabei reicht oft bereits der Wille aus, sich erwachsen damit auseinanderzusetzen.

Wir alle unterliegen frühen Mustern und Glaubenssätzen, und psychologische Übertragungen finden natürlich auch im Business statt. Haben Sie selbst nicht auch schon mal gedacht: "Mann, die hat die gleiche Art wie meine Mutter!" oder "Als Kind habe ich Bevormundung so gehasst!" oder "Nimmt der mich eigentlich ernst?" Denken Sie an das "innere Kind", das in Ihnen immer noch mehr oder weniger vorhanden ist mit all seinen nicht geheilten Verletzungen. Und respektieren Sie es, aber verwechseln Sie es auch nicht. Sie sind nun erwachsen und können gut für Ihr innere Kind sorgen. Die Nöte des abhängigen Kindes sind aber nicht mehr Ihre. Der Erwachsene verfügt über ein Instrumentarium, das dem Kind meist noch fehlt: Probleme gründlich durchdenken, einordnen, besprechen und ihnen nicht mehr Raum geben als notwendig. Und es ist nicht abhängig von der Institution wie Kinder das nun mal sind. 


Teil 2:

Was ist der Mehrwert in einer langen "Ehe" zwischen Unternehmen und Kunde?


Produkt, Dienstleistung, Image und Service sind das Basement einer guten Kundenbeziehung. Doch Stammkunden wollen spüren: "Dieses Unternehmen legt Wert auf mich!" 

Miteinander sprechen!
Dabei sollten Unternehmen berücksichtigen, dass unser genuines Interesse "Bindung" ist. Das ist hoch-menschlich und tief in uns verankert. Wir wollen nicht ständig die Pferde wechseln, es sei denn, wir sind unzufrieden mit Rennpferd oder Ackergaul. Und auch da stellt die alte Gewohnheit ein erstaunliches Hemmnis dar. Wie viele Ehepaare bleiben zusammen, auch nachdem aus Verliebtheit und Leidenschaft schöne Gewohnheit geworden ist und obwohl manches beziehungsmäßig nicht ganz rund läuft? Und obwohl sich über die Zeit kleine Mangelerscheinungen oder sogar gröbere Nachlässigkeiten eingeschlichen haben? Die Ehe ist einer langjährigen und regelmäßigen Kundenbeziehung nicht unähnlich, man muss dran bleiben! In der Ehe heißt das Partnergespräch. Im Business läuft der Austausch über moderne Kommunikationstools. Ein modernes Unternehmen ist über die Erwartungen seiner Zielgruppe auf dem Laufenden und arbeitet an einem Corporate Behaviour genauso intensiv wie an einer Corporate Identity, einem Corporate Design oder dem Corporate Wording. 



Positionierung ist eine regelmäßig wahrzunehmende Aufgabe


Eine strategische Positionierung spürt die emotionalen Pfunde des Unternehmens auf und arbeitet diese in die Philosophie nach innen und außen ein, in die Unternehmenssprache und in alle online und offline Unternehmensauftritte und Unternehmensäußerungen. Als Botschafter tragen die Mitarbeiter diese Homogenität in Ton und Stil in einer authentischen Haltung gegenüber dem Kunden nach außen. Diese spüren Wertschätzung und Respekt, und das bereitet Bindung den Boden. Folgerichtig investiert der Kunde in eine solche Vertrauensbeziehung deutlich mehr (im Sinne von "ausgeben") und kleine Nachlässigkeiten, Fehler oder Missverständnisse weder leichter entschuldigt. Diese Kunden geben die "Ehe" nicht so schnell verloren, wenn sie anderswo Kostengünstigeres oder Pflegeleichteres finden, sondern gewähren dem Partner (Unternehmen) noch eine Chance.

Sie kennen das aus der Gastronomie? Sie haben gut gespeist, aber noch entscheidender war, dass man sich gut um Sie gekümmert hat. Dann klappt's auch mit dem Trinkgeld (für den Kellner). Und wenn dieser Sie beim nächsten Mal mit dem Namen begrüßt und Ihren Lieblingswein noch kennt, ist das wie nachhause kommen. 

Mitarbeiter sind auch im digitalen Zeitalter wichtige direkte Mittler zwischen Unternehmen, Konsumenten und Verbraucher, aber auch im B2B-Bereich sitzen menschliche Entscheider mit menschlichen Gewohnheiten, die auf eine intrinsische und authentische Ansprache positiv reagieren. Kunden lieben das Gefühl an erster Stelle der Nahrungskette zu stehen. 

Emotionalisiertes Storytelling, das die gewohnten, in unseren Genen, also im kollektiven Gedächtnis tradierten Bilder, Mythen und Erzählweisen aufgreift und präzise Informationen, die zu überzeugenden nachvollziehbaren Argumenten werden, wecken Neugier und Empathie. Sie hauchen auch scheinbar kühlen, gesichtslosen Produkten Leben und Haptik ein. 

Social Media Aktivitäten, E-Mail-Marketing und Chatrooms, Umfragen und Panels halten den Kontakt mit der einmal geknüpften Kundenbeziehung am Laufen. Unsere hochentwickelten technischen Möglichkeiten arbeiten mit einer Reihe von Automatismen, die die Pflege dieser Tools - sind sie einmal eingerichtet - auf ein Minimum reduzieren.


Teil 3:


Kundenpflege und Kundenbeziehung ernst nehmen!


Auch im digitalen Kosmos zählt immer noch der menschliche Kontakt
Sie gehören zu den wichtigsten Kriterien für erfolgreichen Verkauf und Vertrieb. In analoger Zeit war Kundentreue ausgeprägter als heute. Das hat einmal viel mit Gewohnheit zu tun, der Mensch ändert ungern seine Rituale und Gepflogenheiten, zumal wenn sich diese als (scheinbar?) erfolgreich erwiesen haben. In einem internet-freien Kosmos war die Welt begrenzt, die Möglichkeiten, den der ständige und überall mögliche 24-h-Zugriff auf eine unbegrenzte Waren- und Dienstleistungswelt eröffnet, sind gigantisch und gleichzeitig auch einengend. In einer kleineren Dimension fühlen wir uns wohler, denn diese ist überschaubar, kalkulier- und einschätzbar, gut zu handeln. Das überfordert uns nicht. Das digitale Universum dagegen ist eine ständige Verlockung, eine Sirene, die uns ins Ohr flüstert: "Greif zu. Mach dich ran. Geh aufs Ganze. Bescheide dich nicht." Und die im Umkehrschluss auch wispert: "Hast du auch die richtige Wahl getroffen? Gibt es nicht doch etwas Besseres? Bist du auch wirklich zufrieden damit?" Das macht unzufrieden und missgelaunt.

Heute liegt der Mehrwert, der das eine Unternehmen vom anderen klar unterscheidet, nicht so sehr im Sortiment, in Qualität, Pricing oder Sonderangebot oder in der besonderen Güte der Dienstleistung. Wir sprechen hier auch nicht primär von Bonus- und Gutscheinprogrammen, Kundenclubkarten, Merchandising, Offline-Firmenevents oder Online-Webinaren. Wir erzeugen Mehrwert, wenn wir in Klienten und Kunden Funken der Begeisterung und Sympathie auslösen. 

Dass wir in absehbarer Zukunft im Support oder Kundendienst vorwiegend auf Robots treffen dort, wo wir uns bisher mit unserem Anliegen vertrauensvoll an ein menschliches Wesen wandten, ist eine befremdliche Vorstellung. Wurde unseren Problemen früher mit Empathie begegnet (im Idealfall) oder zumindest mit kundenorientiertem, geschultem Verständnis, bediente dies unser unterschwelliges Bedürfnis nach Kontakt und Wärme, Zuwendung und Trost. In einer Welt, die immer unüberschaubarer wird, sind menschliche Supporter Blitzableiter. Sie wenden Unheil ab - und das gibt uns das wohlige Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Darin sind wir immer noch ganz kindlich. Und analog. 

Storytelling, Content Marketing, Social Media und E-Mail-Marketing, Blog, Trailer, Webinar, Podcast und Video sind der Schmierstoff einer Kundenbeziehung - aber Geduld, bitte!

Hier scheint's ja mit der Beziehung zu klappen 
Der heutigen Überflutung mit vorwiegend digital präsentierten audio-visuellen Signalen und Reizen wohnt ein hohes Verwirrungs-Potenzial inne. Serviceleistungen, eine empathische persönliche Ansprache, individualisierte Angebote erreichen eine optimierte, weil durch Emotionalisierung erzeugte Aufmerksamkeit. Dumpingpreise und Rabatte dagegen wecken keine Begehrlichkeiten, ihr Charakter von Massenware macht uns eher misstrauisch. 

Der Wert einer Kundenbeziehung liegt - wie der Name sagt - in der gegenseitigen Wertschätzung. Sie verhindert, dass man sich rasch "untreu" wird, weil kurzfristige, preislich günstigere Angebote locken, die sich dann langfristig als Flop oder Missgriff herausstellen können. Tools wie ein informativer, nützlicher oder unterhaltsamer, in jedem Fall aber gut lesbarer Unternehmensblog, der dem Kunden neben Sachinformation auch Lesevergnügen bereitet und neue Perspektiven eröffnet, sorgen für moderne Kundenbindung. 

Dabei ist langfristig angelegte Konzipierung und Planung unabdingbar. Ein Blog ist - wie jedes Kommunikationsinstrument - nicht vom Start ab optimal erfolgreich, sondern baut Vertrauen und Reichweite nach und nach auf, setzt auf einen längeren Atem. Haben Sie Geduld und wechseln Sie nicht sofort die Pferde, bloß weil eines nicht so schnell in die Hufe kommt. Bei regelmäßigen Tools wie Newsletter, Blog, Downloads, E-Book-Serien, Videos sind Kontinuität und die Betreuung durch einen professionellen Partner Erfolgsfaktoren.

Interessant für kühle Rechner:


Die Akquisition von Neukunden ist mit meist mit hoher Investition verbunden. Sie bindet Budgets, Arbeitskraft und Zeit. Emotionale Stammkundenbindung, dialogisch und kontinuierlich umgesetzt, ist um ein Vielfaches kostengünstiger und rentabler. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit Kreativen und Dienstleistern: Hier ist Nachhaltigkeit zielführend, vorausgesetzt, atmosphärisch stimmt es auf beiden Seiten und eine erfolgreiche Zusammenarbeit hat bereits Früchte getragen. Geduld, Weitblick, Augenmaß und ein längerer Atem sind versierte Begleiter im Business-Alltag.




Exkurs:


Kennen Sie die Dr. Oetker-Werbung der Nachkriegsjahrzehnte? Vater, Mutter, Kinder rund um den sonntäglich gedeckten Kaffeetisch. Papa und Kids beißen voll Wonne in ein Stück hausgebackenen Marmorkuchen. Mutti strahlt. Und der Sprecher konstatiert: „Zufriedene Mienen danken es Ihnen.“ – Ist dem damaligen Werbeslogan da noch etwas hinzufügen?s. https://www.youtube.com/watch?v=E7DHrvy0MgE - Dabei ging einer Mehrzahl der deutschen Hausfrauen sicherlich das Herz auf. Sie war nach den schweren Kriegsjahren, in denen sie zuhause ihren Mann stand und sich dann noch als Trümmerfrau bewährte, nach der Rückkehr der verbliebenen Männer wieder an den Herd geschickt worden. Warum ließ sie das geschehen? Ach, das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte.


Hat ihnen der Text etwas gebracht? Dann teilen Sie ihn doch gerne. Thanx.


Tags: Textprofi, Kundenbindung, Service, Beziehungspflege, Kreative, Dienstleister,

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Sigrid Jo Gruner unterstützt als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen und Selbstständige bei ihrer Positionierung und Unternehmenskommunikation. Schwerpunkte: Strategische Beratung, Branding, Konzeption & Redaktion, PR- & Magazintext, Web-Content, E-Book & Corporate Book. Und 24-jährige Erfahrung.

Schwerpunktthemen: Alles was gut schmeckt, schön aussieht, sinnvoll ist & glücklich macht. Gesellschaftspolitische und Zeitthemen, komplexe B2B-Themen, Food, LifeBalance und Persönlichkeitsentwicklung, Marketing-, Manager- und Businesswissen.


Sonntag, 1. Oktober 2017

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1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagssüppchen: Beschwipster Dill-Gurken-Cappucc...: Gurken-Cappucino - eine Reminiszenz an den vergangenen Sommer und eine kleine Vorfreude auf den nächsten Heute ist Sonntag, heute löf...

Sonntagssüppchen: Beschwipster Dill-Gurken-Cappuccino

Gurken-Cappucino - eine Reminiszenz an den vergangenen Sommer und eine kleine Vorfreude auf den nächsten


Heute ist Sonntag, heute löffeln wir dieses Süppchen aus! 


Zum Hineinbeißen kokett: Saure Gürkchen in Dill


Es ist im Grunde keine richtige Suppe - und viele werden sich fragen - warum eine kalte Suppe - jetzt im Frühherbst? Wir genehmigen uns noch einige Löffelchen Sommer (mit einem kleinen edlen Tropfen eines feurigen spanischen Anisschnaps noch mal so gut) und freuen uns auf die Gartenwonnen des nächsten Frühjahrs (Spargel, Spargel!) und Sommers (Tomate, Bohne, Kohlrabi, Karotte, Aubergine, Blattsalate, Gartenkräuter, Tomaten, Fenchel, Blumenkohl, Lauch, Spinat ...). Das appetitliche Tässchen macht sich bestens als federleichter Magenöffner vor einen nicht ganz so leichten Sonntagsbraten (quasi ein Verwandter der Kraftbrühe) oder zusammen mit Shrimps, Krebsfleisch, Matjes und/oder Lachscarpaccio, Pumpernickel dazu, als Premium-Abendbrot.


Dillgurken-Cappucino mit einem kleinen - hicks! -  Schwips



Wir benötigen für 4 Tassen:

1 Bio-Landgurke, sehr frisch, 1 Glas Salz-Dillgurken, Knoblauch, 500 g Naturjoghurt oder für  Veganer Sojajoghurt natur, 2-3 Esslöffel Crème fraiche, 1 Spritzer Wodka oder trockener Anisschnaps (etwa Anis de Mono aus Nordspanien oder Seco von Vidal Catany aus dem mallorquinischen Llucmajor), Salz, frischen Pfeffer, Prise Kurkuma und wer mag, etwas Wasabipulver, 1 Bund sehr frischen Dill,4 Scheiben Bio-Räucherlachs, 

Und so geht's:

1 Die Gurke gut schälen, Kerne entfernen, mit den Dillgurken zusammen klein schneiden. Mit der gehackten Knoblauchzehe, Joghurt + Crème fraiche cremig pürieren. Abschmecken mit Meersalz, frischem weißen Pfeffer, Spritzer Wodka oder trockenem Anisschnaps, Prise Kurkuma und Wasabi + Gurkensud nach Gusto. 

2 Dillspitzen gut waschen, trocknen, fein hacken, der Suppe zufügen.

3 Masse in Schalen füllen, Oberfläche mit einem Milchschäumer leicht aufwirbeln. Mit feinen Dillspitzen bestreuen und jeweils eine delikate Scheibe Bio-Graved Lachs aufgedreht auf einem Holzspieß darüber legen.



Warum sollten Sie öfters mal zu diesem Kraut mit der appetitanregenden Farbe greifen?



Viel Eiweiß, wenig Kalorien und Fett. Dill enthält neben ätherischen Ölen, die für den typischen süßlich-pikanten Geschmack sorgen, einen üppigen Vorrat an Mineralstoffen vor: Kalzium, Kalium und Magnesium. Das peppt unser Vitalsystem auf und macht gute Laune. Geschmacklich ist Dill mit Senf, Kümmel und Anis verwandt. 

Das Dillkraut - ein Doldenblüter - überzeugt als fabelhafter Partner für Landgurkensalat oder Schmorgurken, ist unverzichtbar bei eingelegten sauren Gurken, Fischeintöpfen mit weißer Soße wie Aal grün und Fischfrikadellen, Kalbsfrikassee, Jakobsmuscheln und Heringssalat. Graved Lax setzt auf die raffinierte Dillbeize und Blattsalaten gibt Dill eine aparte Note. Es lohnt auf die Frische beim Kauf zu achten, denn Dill verliert - wie viele Küchenkräuter - bei falscher Lagerung rasch an positiven Aromastoffen.


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Bildnachweis: Stocksnap.io, Jonathan Piehlmayer



Tags: Gurken, Saure-Gurken, Dill, Gurken Cappuccino, Schwips, ätherisch, Mineralstoffe, Kalium, Kalzium, Magnesium, Anisschnaps







Sigrid Jo Gruner  unterstützt als "MissWord! Manufaktur für das wirksame Wort" Unternehmen und Selbstständige bei ihrer Positionierung und Unternehmenskommunikation. Schwerpunkte: Strategische Beratung, Branding, Konzeption & Redaktion, PR- & Magazintext, Web-Content, E-Book & Corporate Book. Und 24-jährige Erfahrung.



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