Mittwoch, 6. Mai 2015

Mittwochssuppe: Veganer Asia-Schmatz

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!


Vegan?? Na klar, zwischendurch auch für Noch-Nicht-Veganer oder Ab-und-Zu-Veganer eine klasse Sache. Die asiatischen Landesküchen suchen Ihresgleichen, meist vergeblich. Japans Langlebigkeit basiert auf Fisch & Meeresfrüchten, Chinas Heil- und Gesundheitscuisine gehört zu den vielfältigsten weltweit, Thai-Farbigkeit, Indonesiens Schärfe, Koreas Skurrilitäten, Singapurs hinreissende Cross-Culture-Küche, die Gewürzschätze Indiens offenbaren atemberaubende Genüsse - mmmh - die in einem einzigen Menschenleben nicht zu erschmecken sind.

Asiatische Gemüseschale mit pikanter Schärfe


Wir benötigen:

1 cm Ingwerwurzel, 2 Knoblauchzehen, 1 grüne Chilischote, 4 Stangen Frühlingszwiebeln, 200 g junge Karotten mit Grün, 100 g Shitaki (ersatzweise: Champignons), 100 g chinesischen Brokkoli, 250 g japanische Vollreisnudeln, 4 TL Misopaste, 0,5 - 1 EL Wasabi, 2 EL geröstetes Sesamöl, einen Hauch Erdnussöl, Rettichsprossen oder Gartenkresse, Thai-Basilikum.

Und so geht's:

1 Vorarbeit: Geschälten Ingwer, Chilischote und Knoblauch fein hacken, geputzte Frühlingszwiebeln schneiden, Karotten hobeln, geputzte Pilze zerkleinern, Brokkoliröschen teilen,  Nudeln garen.

2 Ingwer, Knoblauch, Thai-Basilikum in Erdnussöl anrösten, mit 800 ml heißem Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen. Gemüse in Lagen einfügen: Karotten in der Suppe aufkochen und 2 Minuten köcheln lassen, danach gleiches Prozedere bei Pilzen, Brokkoli und Lauchzwiebeln. Etwas gehacktes Karottengrün mitgaren.

3 Misopaste mit heißem Wasser glatt rühren, zusammen mit dem Sesamöl einmontieren. Mit Wasabi nach Geschmack würzen.

3 Gegarte Reisnudeln in Schalen anrichten, Suppe darüber gießen, mit Kresse und Sprossen bestreuen.


Ein Hauch von Asien weht durch deutsche Imbisse


Dass die Genüsse in den asiatischen Garküchen der Heimatländer wenig mit denen zu tun haben, die wir in Mitteleuropa auf der Suche nach einem Gaumenschmaus auf dem Teller vorfinden, ist ein veritabler Skandal. Auch wenn die Discounter diese japanische Leckerei längst für sich entdeckt haben, genießen Sushi unter den Fastfood-Snacks immer noch einen gewissen Ausnahmestatus. 

Ursprünglich im 17. Jahrhundert als Konservierungsmethode für Fisch erfunden - der rohe Fisch blieb  in gegarten Reis gerollt bis zu drei Jahren verzehrbar - haben sich die kleinen klebrigen Fischsnacks in viele Herzen geschmeichelt. Mit eingelegtem Ingwer (Gari), Wasabi (japanischer Meerrettich), Fisch- und Sojasauce ein unbeschwerter Genuss - solange es sich nicht um Kugelfisch handelt. Diese riskante Spezialität besser nur im Japanrestaurant Ihres Vertrauens ordern! 

Aber die fischigen Häppchen sind auch eigen: Sie wollen mit der Belagseite (Lachs, Thunfisch, Schwerfisch, Krabben, Shrimps) nur eingetunkt und nicht mit Sauce zugeschüttet werden. Eine Miso-Suppe aus Sojabohnenpaste und Tofu darf nicht fehlen und zugeprostet wird mit Sake (alternativ Sencha-Tee, dann ohne Kanpai! ).



Originalrezept in "Schrot & Korn", April 2013