Mittwoch, 29. Juni 2016

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Oh du liebestolle köstliche Tomate!

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Oh du liebestolle köstliche Tomate!: Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe! Die heutige Sommersuppe aus Tomate und Avocado wird so oder so ähnlich in Mexico gegess...

Oh du köstliche, liebestolle Tomate!

Heute ist Sonntag, heute gibt's Suppe!


Noch hält der Markt sie reichlich vor: Freilandtomaten mit knackigem Biss und herzhaftem Aroma. Die heutige Sommersuppe aus Tomate und Avocado wird so oder so ähnlich in Mexico gelöffelt. Tomaten sind alt - von ihrer Geschichte her. In den Anden wurden sie früh gezüchtet, allerdings nur in Kirschgröße. Mit Kolumbus schlug die Tomate in Europa Wurzeln, zunächst noch argwöhnisch beäugt, denn die ursprünglich gelbe Schale schreckte ab. Außerdem hielt sich lange das Gerücht, die Tomate würde „liebestoll“ machen. Vermutlich erhielt sie deswegen den Kosename „Paradeiser“ oder „Liebesapfel“. Ab 1890 wurde sie auch hier gewerblich angebaut, in der Gemüsegunst der Deutschen liegt sie  heute ganz oben.


Liebestolle Tomaten-Avocado-Suppe

Wir brauchen:

1 reife Avocado, 1 Gemüsezwiebel, 1 Knoblauchzehe, 2 EL Olivenöl, 400 g hocharomatische gehackte und enthäutete Tomaten oder passierte Dosentomaten, frische Rosmarinnadeln, 500 ml Hühnerbrühe (falls vegetarisch gewünscht: Gemüsebrühe), 1,2 frische, scharfe Chilischoten (oder eingelegte mexikanische Chili jalapena), etwas Schafskäse, Spritzer Limette, glatte Petersilie, Salz und Pfeffer.

Und so geht’s:

1 Zwiebel und Knoblauch fein hacken, mit ein paar Rosmarinnadeln im heißen Öl anschwitzen, Tomaten einrühren und gemeinsam ein paar Minuten köcheln lassen, salzen, pfeffern.  

2 Hühnerbrühe auffüllen und 15 Minuten köcheln lassen. Spritzer Limette hineingeben.

3 Vor Garende die gehackte Avocado einrühren und kurz mitköcheln.

4 Suppe in tiefe Teller verteilen und mit Schafskäsebröseln und/oder frischer Blattpetersilie bestreuen. Krosses Brot dazu.


Die Tomate als natürliches Sonnenschutzmittel


Dass Südländer so viele Tomaten genießen, hat biologisch/physiologisch gute Gründe. Tomaten unterstützen den Organismus in seinem Bemühen, die schädlichen UV-Strahlen der Sonne abzuwehren und verhindern Hautschäden und frühzeitige Hautalterung. Also – jeden Tag mal in eine Tomate beißen! Besser noch in eine gekochte, denn der Kochvorgang erhöht die Bioverfügbarkeit des tomateneigenen Lycopens. In letzter Zeit erleben historische und schon beinahe ausgestorbene Obst- und Gemüsesorten eine saftige Renaissance - auch einige der über 900 alten Tomatensorten sind auf dem Bio-Markt, in Naturläden oder bei bestens sortierten Gemüsehändlern zu haben.


Ideale Gefährten der appetitlichen Rundungen sind Rosmarin, Thymian und Basilikum, als Salat mag sich die Tomate auch mit Erdbeeren, Nektarinen, Paprikaschoten, grünen Bohnen und/oder Melonen mischen. Äußerst erfrischend! Wenn der Salat lange sättigen soll, fügen sich gegarte rote Linsen oder Kichererbsenbällchen lecker in ihn ein. Unverzichtbar sind Tomaten in zahllosen Pastasaucen und bei mediterranem Ofengemüse; mit Paprika, Zucchini und Auberginen mutieren sie zur südfranzösischen Ratatouille und mit Sauerkirschen zu einer leicht frivol anmutenden Marmelade (köstlich zu kaltem Wildfleisch und Roastbeef).


Treulose Tomate??



Wie kommt die Tomate zu diesem anrüchigen Ruf? Ein Erklärungsversuch stammt aus dem Ersten Weltkriegs, als der dritte Verbündete des "Dreierbundes" aus Österreich-Ungarn, Deutschland und Italien sich 1915 hinterrücks auf die Seite der Alliierten schlug. Den betroffenen Zeitgenossen galten die Italiener fortan als wortbrüchig und unzuverlässig, ja verräterisch. Da gerade in Italien der Tomatenkonsum sehr hoch war, wurde die Tomate zum Neologismus für Treulosigkeit. In die gleiche Kerbe schlug die Bezeichnung von den (italienischen) „Treubruchnudeln“. Eine eher botanische Deutung weist auf die Eigenschaft hin, die man den frühen Tomaten zuschrieb, nämlich die Giftigkeit der Nachtschattengewächse.

Wie auch immer - giftig oder treulos oder den verräterischen Dolch im Gewande - die wohlgenährte Tomate ist mit ihren appetitlichen Rundungen ein vor Gesundheitsgenen strotzender Tausendsassa (wenn da nicht die Gen-Tomaten wären ... aber das ist bereits ein anderes Thema).

Warum konsumieren Flug-Passagiere im Flieger eigentlich so eifrig Tomatensaft aus der Pappe, auch wenn dieser in ihrer häuslichen Getränketheke meist nicht zu finden ist? - Es muss die Leuchtfarbe sein, sie symbolisiert Leben, Vitalität, Sonnenkraft und Sommerliebe :-)

Zugreifen: In den Tomaten-Monaten Juli/August kullern die geliebten, quietschroten Leckerchen direkt aus dem Freiland und nicht aus dem geschlossenen Gehege in den Einkaufskorb.


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Marjana Petrovich
Paulina Lohunko

Sonntag, 19. Juni 2016

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Gas geben aus der Pole-Position!

Spezialistentum ist opportun, heißt aber nicht sein übriges Portfolio einzumotten . Es lebe die Vielfalt. 1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Gas geben aus der Pole-Position!: "Positionierung? - Ach, positioniert sind wir doch - irgendwie, oder?" Sie sind bereits längere Zeit als Freiberufler ...

Samstag, 18. Juni 2016

Sonntagsthema: Gas geben aus der Pole-Position!


"Positionierung? - Ach, positioniert sind wir doch - irgendwie, oder?"




Sie sind bereits längere Zeit als Freiberufler oder Unternehmer selbstständig? Ihr Portfolio ist reich gefüllt mit Expertise, Erfahrung, Know-how, Praxiskenntnis? Sie legen Wert darauf, mit Ihrem Angebot jedem etwas zu bieten, der Ihre Dienste in Anspruch nehmen oder von Ihrem Produktportfolio profitieren wird?

Darin sind wir uns sehr ähnlich. Bei mir ist aus der Erfahrung aus unterschiedlichen Studien, Ausbildungen und Tätigkeiten ein breites Dienstleistungsspektrum gewachsen (PR, Journalismus, Werbetext, Management, narrative Prosa, Biografie, Sachbuch, Drehbuch, Lektorat). Zurecht kann ich mich als PR-Fachfrau, Strategieberaterin, Journalistin, Texterin & Textcoach, Ghostwriterin, Lektorin & Autorin bezeichnen. 

Toll eigentlich! Aber von außen betrachtet könnte sich dies wie ein Gemischtwarenladen ausnehmen, der eine gewisse Übersättigung oder den abträglichen Eindruck von Beliebigkeit auslöste. Mit der Folge, dass meine Konturen verwischten. Will ich das? Nööö. 

Funktioniert Veränderung ohne Einschnitte? 


Eher nicht. Meinen Unternehmenskunden rate ich zu präziser Positionierung, Spezialisierung, Zuspitzung und Konzentration durch Reduktion. Individuelle Spezialisierung auf Wissensbereiche, Themen, Produkte, Zielgruppen, Regionen, Standorte oder Problemlösungen. Das kann Businesslösungen ergeben, die geographische und Wachstumsgrenzen sprengen und auf viel mehr Interessenten stoßen als der „Bauchladen“.

Etwa bei einer Tierfriseurin, die sich auf weiße Pudel spezialisiert hat? Beim Pelzdesigner, dessen Markenzeichen exzentrische und poppig eingefärbte Eigenkreationen sind, die man im Grunde nur auf der Bühne oder beim Maskenball tragen kann? (Dennoch findet er sein treues Publikum) Oder beim Unternehmensberater, der sich ausschließlich auf Führungskräfte 50+ in der Automobil-Zuliefer-Industrie im Raum Niedersachsen/Schleswig-Holstein konzentriert? Beim Steuerberater, dessen Haupt-Zielgruppe mittelgroße Kommunen im Südwesten sind? Beim Rechtsanwalt, der mit einer Reihe von Kooperationspartnern schnelle und smoothe Scheidungslösungen bewerkstelligt? 


Feinkost-Titanen wie Käfer, Dallmayr oder KaDeWe wissen längst, dass Lebensmittelkäufer bei ihnen nicht den Tagesbedarf stillen wollen, sondern mit großen Augen (und Gaumenkitzel) das Besondere suchen, das sie nicht überall finden und sich auch nicht alle Tage gönnen. Dann darf es auch ein Euro mehr sein...

Zugegeben, jede Marktnische kann verwässern. Dann muss man erneut zuspitzen! In jedem Fall ist Mut zur Veränderung gefragt. Auch die Chuzpe einige Babies zu killen oder auch mal NEIN zu sagen zu Angeboten und Anfragen, die beim besten Willen nicht ins Portfolio passen. Das setzt allerdings voraus, dass Sie Ihr Portfolio genau kennen. Und die Interessen/Bedürfnislagen Ihrer Wunschzielgruppen.

Was kann der Spezialist besser, differenzierter und lukrativer als der Generalist?


Im Grunde ist es ganz einfach: Entscheiden Sie sich für eine stringent durchgezogene Spezialisierung, heben Sie sich umso schärfer auf dem Markt ab! Positionierung macht das Geschäftsleben einfacher und befreit von unnötigem Ballast. Sie ist die Brücke zur Markenbildung und der direkte Weg zum Wunschkunden.

„Warum soll ich gerade bei Ihnen abschließen?“ Mit dieser Frage wurde kürzlich einer meiner Beratungskunden "kalt erwischt". - „Was ist bei Ihnen anders als bei den Mitbewerbern?“ Er kam in Erklärungsnotstand, den er nicht so rasch beheben konnte.

Spezialisierung und Konzentration auf Key-Geschäftsbereiche schließt nicht aus, dass Sie Ihr breites Spektrum im Hintergrund vorhalten und im geeigneten Moment auch präsentieren. Wie Allgemeinbildung erst den Menschen ausmacht, kann auch ein Spezialist klammheimlich und gefühlt Generalist bleiben.


Höchste Zeit für strategische Beratung und stimmige Spezialisierung!  Warum?

Spezialisten arbeiten rentabler, weil sie niedrigere Produktions- und Vorbereitungskosten haben. Neue und bis dahin nicht beackerte „Fälle“ erfordern oft intensivste Einarbeitung (Einlesen, Markt-, Branchen- und Fachkenntnis, Recherche, Analyse) – das weiß ich nur allzu gut!

Spezialisten werden mit der Zeit immer besser, weil sie sich auf spezielle Wissensbereiche, Themen und Fertigkeiten konzentrieren und diese ohne allzu großen Aufwand up-daten können, ohne einen Bauchladen an wenig benötigten Kompetenzen mit sich herumzuschleppen. Ihre Preise und Honorare setzen sie höher an und bekommen sie auch bezahlt. „Während Generalisten mehr Umsatz generieren, machen Spezialisten mehr Gewinn“ (sagt "Mutmacher", Verkaufs- und Markenstrategieberater Roman Kmenta auf seiner Seite www.romankmenta.com)

Wie geht Personal Branding?


Positionierung aus der eigenen Warte heraus und mit einem verstellten Eigenblick ist nicht einfach. Besser geht's mit einem Sparringspartner an Ihrer Seite. Chirurgen operieren sich (in der Regel) ja auch nicht selbst, und ein Metzger kann überzeugter Vegetarier sein. 


MissWord! Strategieberatung bewegt sich in drei Stufen: 


(1)Vorbereitung:

Sie holen sich einen Kommunikationsprofi ins Haus, der Ihnen im Vorfeld schon eine Menge Fragen zu Zielgruppen, Situation, Zielen, Stärken/Schwächen u.a. stellt und eine Agenda für ein Meeting/einen Workshop erarbeitet.

(2) Durchführung:

Während des Meetings/Workshops kitzelt sie durch gezieltes Nachfragen, Analysieren und gemeinsames Brainstorming die wesentlichen Problemstellungen mit Lösungsansätzen aus Ihnen heraus. Oft spielen die Problematiken in die Organisationsentwicklung hinein. Nicht selten machen sich sachte Coaching-Ansätze bewährt. Sensibilität und Nachdrücklichkeit schließen sich nicht aus! Je stärker Sie sich einlassen (auch auf ungewohnte und nervige Fragen),  desto aussagekräftiger die Resultate.

(3) Nachbereitung und Weiterführung:

Im Nachgang erhalten Sie ein Dossier mit Situationsanalyse und strukturellen Handlungsvorschlägen (inkl. Emotionsprofil, Ansätze für Markenbildung, Kernaussagen, Zielgruppendefinition, strategischen Positionierungen, potenziellen Kommunikationsmaßnahmen, Schlagwörtern, Tonalität und Wording,  soweit es die Ergebnisse erlauben. Gegebenenfalls auch Claim  & Slogan, falls gewünscht). Ein intensive Nachbesprechung ist inklusive.

Umfang & Modus sind abhängig von Branche, Thematik, Problemstellung, Unternehmensgröße und anderen unternehmensspezifischen Faktoren. Überregional, im persönlichen Meeting/Workshop (besser!) oder digital/telefonisch.

Der Schuster trägt immer die schlechtesten Schuhe, heißt es - Welche Schlüsse ziehe ich daraus für mein eigenes Angebot?


Natürlich sind mir meine „Babies“ mit wachsender Kompetenz ans Herz gewachsen - einige allerdings mehr als die anderen. Mein Portfolio wird im Grunde das alte bleiben, aber mit drei ebenso komfortablen wie nachgefragten Schwerpunkten:


1) Strategische Beratung (s.o.) & Personal Branding mit daraus resultierender Planung und Umsetzung von Text-, Web-, PR-, Content-, redaktionellen und gestalterischen Maßnahmen (wie gewünscht, erforderlich, zielerfüllend)

(2) Ghostwriting (Artikel, Blog & Magazin bis Corporate Book & Sachbuch) – speziell: Persönlichkeitsentwicklung, Managementwissen; Consulting, Selbstmarketing & PR; Kulinarik, Food & Beverage; Lifestyle & Travel. Buchprojekte begleite ich von der Analyse über Konzept, Manuskripterstellung, Gestaltung und Drucklegung bis zur Vermarktung.

(3) Eigene Autorenprodukte (E-Books; narrative Sachbücher; Storys & Novels), bei denen ich meine Interessen austobe und meiner Lust am Fabulieren nachgehe.


Auf den Geschmack gekommen?  Fragen Sie doch bei mir nach weiteren Infos. 

Übrigens: Strategiesitzungen machen Laune. "Es war gut, die essenziellen Grundwerte unserer Unternehmen und ihre Wirkung nach außen einmal intensiver anzusehen!"(Josef, Elke und David Seifert von den Beratungsunternehmen Moderatio GmbH, efa GmbH)


Sigrid Jo Gruner  unterstützt als "MissWord! (www.missword.de) Redaktionsbüro für strategische Kommunikation" Unternehmen und Selbstständige bei ihrer Positionierung und Unternehmenskommunikation. Schwerpunkte: Strategische Beratung, Konzeption & Redaktion, PR- & Magazintext, Web-Content, E-Book & Corporate Book. Und 24-jährige Erfahrung.

Schwerpunktthemen: Alles was gut schmeckt, schön aussieht, sinnvoll ist & glücklich macht. Gesellschaftspolitische und Zeitthemen, komplexes B2B, Food, Travel, LifeBalance, Branding, Persönlichkeitsentwicklung.



Tags: Strategieberatung. Strategiemeeting, Positionierung, Spezialisierung, Unternehmensbuch, Ghostwriting

Hashtag: #Positionierung

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Mittwoch, 25. Mai 2016

Mittwochssuppe: Die Spargel-Morchel-Nuss-Connection

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!

Mai und Juni machen uns das Küchenleben leicht - frische Gemüschen in Fülle, grasgrüne Kräuter, knallrote Beeren, die ersten Kirschen, Weinbergpfirsiche und Aprikosen und die Aussicht auf laue Frühsommerabende lassen unser kulinarisches Interesse hochkochen. Wer jetzt nicht ganz unempfindlich ist für Küchengenüsse, kommt an den langen Kerls nicht vorbei, die mit leicht frivoler Anmutung und einem unvergleichlichen Geschmack Lust machen. Spargel. Weiß oder grün. Dünn, dickfleischig, gerade oder krumm, Spargelspitzen und gestandene Spargelenden - nichts für Sparhälse, aber ein Eldorado für gewitzte Köche, die es leicht, fix und raffiniert mögen.

Wenn der Spargel mit der Morchel .. und dann noch die Haselnuss dabei .. dann kommt dieses klassisch klasse Süppchen dabei heraus.


Wir benötigen:

750 g Spargelstangen, 250 g frische Morcheln (alternativ getrocknete Morcheln oder frische Kräutersaiblinge/Shitake-Pilze), 2 Schalotten, 1 Bund Petersilie, 2 Eigelbe, 1/4 l Schlagsahne, etwas (Ziegen-)Frischkäse, Prise Zucker, Salz, 30 g Butter, 20 g Mehl oder Dinkelgrieß, Pfeffer, Zitronenabrieb, Prise Muskat, 0,1 l feinherben Riesling, 30 g frisch geriebene Haselnüsse.


Und so geht's:

1 Geschälte Spargelstangen in 2 cm-Stücken in Salzwasser mit einer Prise Zucker nicht zu weich garen. Abgießen, Spargelwasser aufbewahren. Morcheln ebenfalls in Salzwasser moderat garen. Herausnehmen, Kochwasser wegschütten. (Getrocknete Morcheln müssen vorab eingeweicht werden)

2 Fein gehackte Schalotten in Butter dünsten, zerkleinerte Morcheln zufügen und mitgaren. Mit einer Prise Mehl überstäuben, mit dem Spargelwasser auffüllen, mit Salz, Mehl, Zitronenabrieb, Muskat würzen. Frischkäse, Sahne, Petersilie und Wein zufügen, Spargelstangen hineingeben und noch einmal erhitzen. 

3 Vom Herd nehmen. Eigelbe mit etwas Brühe verrühren und die Suppe damit legieren (binden). Gehackte Haselnüsse obenauf.

Alternativ zu den Haselnüssen kann man auch ein schönes Stück milden Gorgonzola in der Suppe schmelzen lassen und mit einem Spritzer weißen Balsamicos veredeln.

Muss es denn immer die Hollandaise sein?


Eine Haselnusssauce passt sich dem Spargel genauso harmonisch an. Dazu nehmen wir 50 g Haselnusskerne, rösten sie in Butter, reiben die Häutchen ab und hacken sie grob. 4-5 EL Sherryessig oder weißen Balsamico, Salz, Pfeffer,  Ahornsirup vermischen, 6 EL Pistazienöl einmontieren, zuletzt ein frisches Eigelb unterrühren. Passt wunderbar auf grünen oder weißen Spargel, lauwarm oder kalt. 

Wenn man diese Sauce in der Konsistenz fester anlegt, eignet sie sich vorzüglich als Haselnuss-Pesto auf frischer Pasta mit Spargelspitzen.


Was hat die Sauce hollandaise mit Holland zu tun?

Ursprünglich wurde diese klassische Sauce aus der französischen Hochküche in der Normandie als Sauce d'Isigny geboren. Diese Region ist die Butterkammer Frankreichs und Butter fließt ja wirklich reichlich in diese Saucenwonne. Während des Zweiten Weltkriegs erlosch die Butterproduktion der Normandie allerdings fast vollständig und die Niederlande sprangen in die Bresche! Und daher mutierte die Kreation Frankreichs zu einer Ziehtocher Hollands. Honi soit qui mal y pense - Hauptsache, sie mundet! 

Schluck! Ich muss jetzt sofort zum Markt  ..!


Foto: Stocksnap.io Martin Spiske

Samstag, 21. Mai 2016

Aufgespießt: Ein Unternehmensbuch wächst ..

Fußnote zum Wochenende: 


Heureka! Das Corporate Book für meinen Buchkunden nimmt Gestalt an. 

Seine Themen sind für selbstständige Freiberufler wie Trainer, Coaches, Speaker und Berater geradezu prädestiniert: Welche Führungsqualitäten machen den Unternehmer aus? Warum ist Akquisition Chefsache und das operative Geschäft (leider) ein ultimativer Zeitfresser? Wie motiviere ich mich (und Mitarbeiter) heute? Warum sind Positionierung und Spezialisierung so wichtig für meine Neukundengewinnung? Welche PR-Tools sind für mich die zielführendsten im Marketing-Mix? Und wie bette ich mich und mein Unternehmen in den gesellschaftlichen Kontext ein? (...)

Rundum-Betreuung vom Schreibprofi


Als Ghostwriterin mit Schreibexpertise und ausgeprägtem PR- und Beratungshintergrund bin ich nicht nur mit dem Konzipieren, Recherchieren,Texten befasst. Ich muss von Anfang an die gesamte Buchentwicklung im Auge behalten - von der Analyse und Konzipierung über Planung und Produktion bis zur Vermarktung. Das macht die Sache enorm spannend, und ich lerne täglich Neues dazu - über Satz und Layout, Buchgestaltung, Verlagsansprache und Lektorenerwartungen, Klappendeckeltext und Buchbindung, Buchformate, Einbände und Papierstärke, Auflagen, Direktvermarktung oder Buchhandels- und Grossisten-Rabatte, Social Media Marketing, Selfpublishing und Autorenhonorare, Verlagsrisiken und Ghostwriterverträge. Ich weiß jetzt auch, dass Verlage einen grundsätzlichen Input von mindestens 30.000 EUR kalkulieren, wenn sie ein Buch in die Veröffentlichung nehmen und auch, wie viel Zeitaufwand, Schweiß und Geld Ghostwriterprojekte kosten (müssen), wenn sie professionell erstellt werden wollen.

Während das Buch wächst, wird mir auch immer klarer, welche Bedeutung es für den Autor haben wird: Über den reinen Reputationsgewinn hinaus stärkt er seinen Expertenstatus, seine Positionierung und Kaufkraft (also seine Attraktivität auf dem Markt) wie kein anderes Marketingtool es vermag.  (Gut gemacht muss es natürlich sein und gut vermarktet auch!) Vom Refinanzierungsaspekt sei hier noch nicht einmal gesprochen (aber er tut nicht weniger gut).

Ob man nun  als Selbstverleger den Markt betritt oder einen Verlag gewinnt - kein Autor kommt um Marketing und Eigen-PR herum.  Daher sage ich nicht ganz ohne Eitelkeit: Per se bin ich wohl ein Unikat. Wie jedes Buch eines ist. Denn mein Know-how aus 22 Jahren selbstständiger Tätigkeit als Journalistin, PR-Beraterin und Projektmanagerin, Lektorin, Texterin und Autorin (von Drehbuch, Sachbuch, Unternehmenspublikation, Porträtbuch, narrativer Prosa) macht mir so leicht keine/r nach (;-) 

Howgh, ich habe gesprochen.


Bildnachweise:

Oben: Stocksnap.io:Marcin Czaja
Unten: Stocksanp: Freestocks.org

Sonntag, 15. Mai 2016

Sonntagsthema: Webtext-Jungle oder das unschlagbare Lösungsversprechen

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Webtext-Jungle: Wirkt Ihr Webcontent wirklich? Ihre Website muss nicht nur gut gefunden werden. Ihre Besucher müssen sie (und Sie) auch gut finden. ...

Sonntagsthema: Webtext-Jungle oder das unschlagbare Lösungsversprechen

1a-Grenadas - auf www.missword.de: Sonntagsthema: Webtext-Jungle: Wirkt Ihr Webcontent wirklich? Ihre Website muss nicht nur gut gefunden werden. Ihre Besucher müssen sie (und Sie) auch gut finden. ...

Sonntagsthema: Webtext-Jungle

Wirkt Ihr Webcontent wirklich?


Ihre Website muss nicht nur gut gefunden werden. Ihre Besucher müssen sie (und Sie) auch gut finden.


Website oder keine? Diese Frage stellt sich für Unternehmen, Institutionen & selbstständige Freiberufler per se längst nicht mehr. Dennoch verzichten immer noch erstaunlich viele auf dieses starke Fundament für Positionierung und Marketing oder handhaben dieses wichtige Instrument der Neukundengewinnung sehr lieblos. Auch über die Gestaltung des Webcontents kursieren wunderliche Ansichten. Warum erzeugen so viele schlecht getextete Webseiten so viele Opfer unter ihren Besuchern? - Im Dschungel des Internets braucht's eine kluge Führung.


Das ultimative Lösungsversprechen im Webtext

Nicht nur in mafiösen Kreisen ist ein "Angebot, zu dem man nicht Nein sagen kann" die ultima ratio. Unschlagbare Argumente halten den Webbesucher bei (Kauf-)Laune und auf der Website. Wie geht das?


Der Affentanz beim Webcontent


Website-Texte schreibe ich richtig gerne. Allerdings nicht ohne vorherige Analyse der Unternehmenspositionierung. Manchmal ist noch gar keine vorhanden, oder nur eine sehr diffuse. Manchmal wundert sich das Gegenüber über mein Ansinnen. Schließlich gehe es ja "nur um Text!" Ach was? Und nicht selten werden Webtexter auch mit folgenden Bemerkungen konfrontiert: "Schreiben Sie uns doch mal einen knackigen Webtext. Aber wenig, kurz und schmerzlos. So wie bei Apple. Mehr liest ja keiner. Die wollen doch alle nur Bilder sehen". Oder auch: "Wir brauchen Text. Nicht viel. Das geht doch bestimmt fix und kostet auch nicht viel, oder?" Oder auch: "Text? Na ja, das muss wohl sein. Aber was soll man groß über uns schreiben? Denken Sie sich mal was aus." Gerne auch: "Design und Layout stehen jetzt. Nun füllen Sie mal die Lücken hübsch aus."

Der Textwerker als Lückenfüller? Geht gar nicht. Denn: Form follows Function!


Der Weg zum Neukunden über eine Website ist mit vielen Fragen gepflastert. Wirksame Webseiten entstehen, wenn man sich zunächst auf die Inhalte konzentriert und erst dann auf die Verpackung. Daher ist es unabdingbar, zu Anfang eines Webprojekts alle Beteiligten in ein Boot zu holen. Warum glauben viele Unternehmen, den Inhalten und ihrer Ausarbeitung müsse man weniger Bedeutung als der grafischen Gestaltung zumessen? Text ginge so mit links? Und im Grunde könnte man das ja alles am besten selbst, aber es fehlt die Zeit. (Und die Analyse- und Schreibkapazität, ergänze ich mal. Und das ist ja auch nachvollziehbar: Ein Produzent für Pumpen und Schrauben ist in der Regel kein Autor, ein Fachanwalt kein Texter, ein Installateur kein Wortwerker.)

Warum hält sich der Irrglaube so zäh, dass Unternehmen "ihre Sache" selbst am besten kennen würden? Viel zu oft hat die Betriebsblindheit bereits das zweite Auge erfasst und noch öfter meinen Unternehmen, sie müssten die Besucher ihrer Website mit ihren (unstrittigen) Fähigkeiten und Fertigkeiten aus falsch verstandener Liebe erschlagen. Aber wer oder was bleibt dann auf dem Kampfplatz zurück? Mit Unternehmens-Eigenlob niedergeknüppelte Opfer. Sprich User, die rasch das Weite suchen. Flucht in die Verweigerung. - Wollen Sie das wirklich?

Wie werden Besucher zu Fans?


Nur wer begeistert ist, kann andere begeistern. Fanclubs brennen für ihr Idol, weil es ihr Herz berührt, ihre Seele oder ihre Beine zum Schwingen bringt und ihrem Leben ein Stückweit Glanz und Sinn gibt. Das ist sein Nutzen und das, was den Fans ohne Worte zuflüstert: "Hier bin ich richtig." Warum soll der Fan gerade bei diesem Idol andocken und nicht bei einem anderen? Was hat er davon? Welche seiner Träume werden damit wahr?

Die Gründe, warum Menschen sich engagieren, liegen rein auf der emotionalen Ebene. Kunden wollen ihre Träume verwirklicht sehen oder zumindest ihr Leben verbessern. Das Missverständnis, es ginge über den Preis, hat vielen Unternehmen schon Kopf & Kragen gekostet. Ein Texter, der sich nicht mit den Inhalten identifizieren oder sich für sie begeistern kann, kann nur Texte ohne Seele (sprich Argumente) liefern. Begeistern kann ich mich, wenn ich mich in die Inhalte mit der Hingabe eines Trüffelschweins hinein grabe, so tief, bis ich auf Goldkrümel stoße. 

Lebst du nur oder hast du eine Webpräsenz? Und wenn ja, warum? 

Man sollte säuberlich unterscheiden zwischen der Website eines Unternehmens, das hinlänglich bekannt ist und sich um Neukunden nicht balgen muss. Auf dessen Internetauftritt man schlichtweg nur in schönen Worten nachlesen will, was man ohnehin schon weiß. Hier dagegen sprechen wir von Verkaufsseiten, die einen definierten Zweck erfüllen sollen: Sich auf dem Markt oder in einer Marktnische positionieren, über starken Content Interessenten anlocken und mit fundierter, attraktiver und vor allem zielgruppenbezogener Ansprache auch dort halten - um diesen im gar nicht so seltenen Idealfall zum Fan und Kunden zu machen.

Im Grunde ist es ganz einfach


Bei Text im Allgemeinen - und bei Webcontent im Besonderen - geht es nicht primär um das Drechseln schöner Worte und überzeugender Wörter. "Schön schreiben" kann so mancher. Aber zielorientiert, konzeptionell und strategisch schreiben? Das ist schon eine andere Liga. Die erfordert Grips, Nachdenken, Zeit, Analyse, Spürnase, Empathie, Reflexion. Wie ein Felsbrocken, dessen unsichtbare zweite Hälfte unter Wasser liegt, benötigt eine Website einen soliden strategischen Unterbau.


Hier einige Hinweise für alle, die ihren Webcontent selbst erstellen und für die, die einen Textprofi beauftragen wollen:-):

(1)
Hören Sie auf, wie ein selbstverliebter Kakadu nur über sich selbst zu sprechen. Ihre Vorzüge interessieren nicht, sondern die Vorteile, die Sie und Ihr Angebot für den Nutzer haben werden. Das besondere Verkaufsversprechen, das in dieser Form nur Sie und sonst keiner bieten kann, Ihre ureigene Mission, mit der Sie um die Häuser (die Welt) ziehen.



(2)
Suchen Sie nach einem authentischen und stimmigen Killer-Argument, mit dem Sie den Hauptnutzen Ihrer Angebote für den User glaubhaft und emotional nachvollziehbar machen. Die Wirkung, den Sie auf ihn und sein Leben ausüben werden, wenn er Ihnen sein Vertrauen schenkt und Ihr Angebot annimmt. Spitzen Sie dieses Argument auf das dringendste Problem, das zwingendste Bedürfnis des Users zu und stellen Sie es in den Mittelpunkt der Betrachtung.

(3)
Analysieren und formulieren Sie Gründe, die transparent machen wie Ihr Angebot diesen Effekt beim User erreichen wird, und die in ihren Lesern kaum noch bezwingbare Wünsche und Begehrlichkeiten wecken.

(4)
Lassen Sie diese besonderen Pluspunkte in ein Lösungsangebot gipfeln, das im User ein starkes und mehr oder weniger bewusstes Interesse weckt, weil darin Ihre Leistung (sprich der Nutzen für den User) klar, überzeugend und bezwingend zu Tage tritt.

(5)
Suchen Sie schließlich einen gemeinsamen Nenner, mit dem Sie die User tangieren (im Innersten berühren) und in Ihren Dunstkreis ziehen können.

(6)
Der Text selbst folgt einer entgegengesetzten Reihenfolge: Zunächst der gemeinsame Nenner (das Problem), der den Kontakt herstellt. Dann die besonderen Angebote. Daraufhin der Wirkung, die Ihr Angebot erreichen wird. Und last not least das authentische Argument, das den Kaufimpuls auslöst und das sich im Leser verankert.



Ein aktuelles Beispiel aus meiner Schreibpraxis, das ich für einen Anbieter von Themen-Gruppenreisen erstellt habe, macht es (vielleicht) deutlicher:


Best Agers on the road again - Reisen wie "Gott in Frankreich"


Sie sind im besten Alter, haben jetzt mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Für das, was in der Vergangenheit, in der aktiven Berufsphase zu kurz kam. Reisen, neue Länder sehen, lang gehegte Sehnsüchte erfüllen - das steht ganz obenauf. Aber was früher Abenteuer war, wünschen Sie sich heute etwas bequemer. Sie wissen es ja selbst: Eine Reise in allen Details wie Anfahrt, Unterkunft, Besichtigungen, Exkursionen, touristischen Highlights durchzuplanen ist aufwendig, lästig und nicht ganz ohne Risiko. Vielleicht trauen Sie sich das gar nicht mehr zu oder haben einfach anderes um die Ohren? 

Wie wäre es, wenn Sie eine Gruppenreise buchten, bei der Sie sich von Anfang an völlig stressfrei auf ein, zwei oder drei prall gefüllte Wochen voll bereichernder Erlebnisse, Begegnungen und Eindrücke freuen können? Die Sie von jeglicher Organisation enthebt? Auf der Sie sich vom Pick-up bis zur Rückfahrt begleitet, geborgen und umsorgt fühlen? 

Murmeltier Tours*  holt Sie dort ab, wo Sie gerade sind: Beim Start in eine rundum bereichernde Gruppenreise unter achtsamer und professioneller Reisebegleitung. Der Beginn einer "wunderbaren Freundschaft". 

Wann schließen Sie sich uns an? Bereits jetzt halten wir einen Sitz für Sie frei. Oder auch zwei!


* fiktive Firmierung

Was sagte Henry Ford? "Das Geheimnis von Erfolg ist es, den Standpunkt des Anderen zu verstehen!"

Dem gibt's (im Moment) nix hinzuzufügen.



Bilder: alle Stocksnap.io

Dschungel: Lotta Löhr
Event: Nainoa Shizuru
Fels im Wasser: Rosan Harmens

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Autorin, Journalistin, Imagetexterin & PR-Beraterin Sigrid Jo Gruner schreibt als MissWord! Webcontent, Magazin, Pressetext, Unternehmenspublikation, als Ghostwriterin Reden, Artikel und Bücher. In Strategieworkshops entwickeln Unternehmen und selbstständige Freiberufler mit MissWord! stimmige Positionierungen, Kernaussagen, Business- und Imagetexte und passgenaue Corporate Words.