Samstag, 4. Mai 2013



Was haben Frühlingsgefühle mit Zielsetzung zu tun?

"Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, süße, wohlbekannte Düfte ..." Erdige, moosige, grüne und fruchtige Gerüche kitzeln jetzt wieder unsere Nasen. Die Natur bringt beinahe über Nacht erneut Farbe und Leben in unseren wintergetrübten Alltag. In den frisch belaubten Baumwipfeln zwitschert, brummt, summt und pfeift es, Pollen plagen Nase und Augen, aber unser heuschnupfenbedingt tränengetrübter Blick nimmt einen Kosmos an visuellen Eindrücken wahr, den wir lange vermissten. 
Der duftgesteuerte Mensch im Frühling ist ein Unikum. Was lösen Düfte und Gerüche in uns aus?  Wie wichtig es ist, dass man sich in jeder Beziehung gut riechen kann, ist längst bekannt. Bei der Partnersuche spielt es unbewusst die entscheidende Rolle. Man erschnüffelt sein Gegenüber und erlebt seine Reaktion als euphorisiert oder abgetörnt. Archaische genbiologische Prozesse wollen vermeiden, dass wir den gleichen Gen-Typus als potenziellen Erzeuger potenzieller Nachkommen wählen. Kluge Natur.
Frühlingserwachsen ist wie eine hormonelle Explosion, ein Wellnessbad für die Psyche. Unser Grundbiorhythmus braucht die klimatischen Wechsel der Jahreszeiten. Sonnenlicht und erhöhte Serotoninausschüttung wirbeln uns durch, nach einer anfänglichen Frühjahrsmüdigkeit, die nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass unser winterträger Kreislauf den plötzlichen Temperaturanstieg schwer verkraftet, spüren wir kribbelnde Vitalität und eklatante Aufbruchsstimmung. 
Jetzt ist es leicht, neue Pläne zu schmieden und sich kühne Ziele zu setzen, beflügelt greift man nach den Sternen - aber dem Überschwang des Frühlings setzen die Schwüle des Sommers und die sanfte Melancholie des Herbst oft ein jähes Ende -  Dann zeigt sich, ob wir unsere im Frühlingstaumel gefassten Ziele auch wirklich erreicht haben oder zumindest auf dem Weg dazu sind.
Ziele sind prima, aber sie müssen realistisch, messbar und frakturierbar sein. Überforderung führt zu Frust. Ziele in kleine berechenbare Einzel-Etappen zu zerlegen und zügige, aber überschaubare Schritte durchzuführen, die kleine stetige Erfolge zeitigen, ist die bessere Strategie - im Job oder im Privatleben.

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