Sonntag, 17. November 2013

Sonntagsthema: How to be a smashing Single!

Mehr als 16 Mio. gibt es von ihnen allein hierzulande. Und es werden eher mehr als weniger, dafür sorgt schon der demografische Faktor.

Singles werden in der öffentlichen Meinung oft mies behandelt: Hedonistische Selbstsucht wirft man ihnen vor, Bindungsunfähigkeit, Verantwortungsunwilligkeit, kaltherzig berechnende Bequemlichkeit, sorgloses in den Tag Hineinleben, nervig-weinerliche Geschwätzigkeit .. Das tut weh! Singles alle in einen Topf zu werfen, heißt es sich gedankenlos leicht zu machen. Denn die Spezies "Single" kommt - genauso wie die der Menschenaffen - sehr unterschiedlich daher, und zwischen einem Yuppie-Leben in göttlicher Selbstbezogenheit und der aufgezwungenen Einsamkeit von verwitweten Senioren tut sich ein breiter Graben auf.

Was ist dran am Single-Bashing?

Sind Singles gerade in der bitter-süßen Melancholie des Herbstes allesamt Opfer von Depression und Frust? Mit der einzigen Sehnsucht im Herzen, in den Hafen einer geordneten Beziehung einzufahren, um diesem haltlosen Zustand ein Ende zu machen? Gibt es ein Leben jenseits von Familie und Beziehung? Und wenn ja, wie lebt es sich damit? Warum haben Singles keine Lobby so wie Starkbiertrinker und Schildkrötenhalter?

Selbst bewusst Single, habe ich dieses Thema gekapert und ermittle gerade mit wachsender Neugier, was dran ist an den teils einfältigen, teils strengen oder auch neidischen Beurteilungen. Daraus wird ein Buch entstehen, das Singles und Nicht-Singles Fingerzeige gibt, wie ein Single-Leben zu einer richtigen Rakete werden kann. Ohne Reu, ohne Rechtfertigungszwang, mit Hilfe einer kleinen mentalen Veränderung und einiger praktischer Tricks, die den Single-Alltag erleichtern. Denn eines schon vorab: Ein Single hat hierzulande kein allzu leichtes Leben! ;-)

Aufräumen mit einem Missverständnis!

Mit sich selbst friedlich allein zu leben, heißt noch lange nicht, erbarmungslos einsam zu sein! Wir sind alle Singles, mehr oder weniger, einmal oder mehrmals im Leben, freiwillig oder durch die Verhältnisse dazu gemacht - machen wir das Beste aus dieser Lebensform, die ihre Berechtigung hat wie alle anderen auch und genießen wir die Vorzüge, in dem wir die Nachteile schlichtweg ein bisschen hinbiegen.

Da halte ich es mal mit dem Alten Fritz (an dem ich sonst vor allem seinen Hang zum guten Essen schätze*) - Alles ist möglich - jeder nach seiner Fasson! Übrigens war auch er eine Art Single - seine ihm aus Staatsgründen angetraute Frau Gattin ließ er (vermutlich wirklich einsam) an sehr langer Leine emotional verhungern. - Nicht gerade ein Sympathikus!

Demnächst mehr in einer Leseprobe "How to be a smashing single" ..


* Der Legende nach gehörte u.a. Schinkenpastete mit Orangen-Meerrettichsauce zu seinen Leibspeisen.