Mittwoch, 6. August 2014

Mittwochssuppe: Bohnensuppe tricolore

Heute ist Mittwoch, heute gibt's Suppe!

Und zwar aus den Zutaten, die im August wie von selbst in den Einkaufskorb kullern: Grüne Bohnen, Saubohnen, Fleischtomaten, Bohnenkraut, Parmesan, Knoblauch und viel natives Olivenöl. So duftet Sommerglück. Ganz simpel und zeitsparend.

Wir brauchen für 4 Portionen:

300 g gepulte Bohnenkerne (aus den Schoten von Dicken Bohnen), 500 g grüne Bohnen, 400 g Strauchtomaten, 2 weiße Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 3-4 EL Olivenöl, 1 l Lammfond (alternativ: Rind- oder Gemüsebrühe), 60 g Langkornreis, Salz, Pfeffer, Bohnenkraut, frischen Thymian, Lorbeerblatt, 50 g Parmesanspäne, Fladenbrot

Und so geht's:

1 Vorbereitung: Bohnenkerne in kochendem Salzwasser 3-4 Minuten blanchieren, abschrecken, aus den Häuten drücken (Alternativ: TK-Dicke Bohnen). Geputzte grüne Bohnen schräg durchschneiden. Tomaten häuten, halbieren. Zwiebeln würfeln. Knoblauch hacken. Reis im Sieb kalt abspülen.

2 Zwiebeln, Knoblauch, grüne Bohnen und Reis im Olivenöl glasig dünsten. Lorbeerblatt dazu. Fond angießen und alles aufkochen. 15-20 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

3 Dicke Bohnen und Tomaten zufügen, 5 Minuten mitgaren, herzhaft würzen. Bohnenkraut und Thymianblätter über die Suppe streuen. 

4 Frischen Parmesan darüber hoben, mit gerösteten Mini-Fladen servieren. 


Der Baum der Athene, die Olive ist ein Mythos. Etwa 800 Millionen Bäume sollen es sein, die weltweit die begehrte Olive spenden. Das silbrige Licht auf den Olivenblättern trägt zur Magie des Mittelmeerraums bei. In Griechenland stehen zweitausendjährige Olivenbäume, die eine Menge gesehen haben und in Apulien bis zu 800-Jährige, die noch Früchte tragen. 

In der Antike war die Olive eine Art Allzweckwaffe: wunderbares Holz, Duftöl für rituelle Handlungen, Speisenverfeinerer und Salbe für körperliche Wehwehchen. Nicht zuletzt Licht aus den Öllampen. 

Übrigens sind alle Oliven am Anfang grün. Dann wechseln sie ins Rötliche, Bläuliche oder Schwarze oder bleiben grün. Vorsicht bei tief schwarz eingefärbten Oliven - hier ist weniger Magie als Chemie im Spiel. Kaltgepresst sind sie heute alle, aber das "Native Olivenöl extra" aus Steinmühlen spielt geschmacksmäßig gegenüber den Sorten "natives Olivenöl", "Olivenöl" und "Oliventresteröl" (oder gepantschten Mischungen ;-) in der ersten Liga. Daher nicht zu sehr auf den Preis achten, am besten sich mit 2-3 verschiedenen Ölen für verschiedene Zwecke bevorraten.

Sommergusto zu kaltem Fisch, Meeresfrüchten, Artischocken oder in Öl gedünsteten Sommergemüsen: Salsa verde

40 g Kapern und 2 Anchovis (abgetropft) mit Knoblauchzehen grob hacken. Mit fein geschnittenen  Kräutern (Petersilie und Basilikum), Bio-Zitronenabrieb, Limettensaft, viel Olivenöl, Weißweinbalsamico, Salz und Pfeffer vermischen. Am besten einen kleine Vorrat anlegen, in einem gut verschlossenen Glas im Kühlschrank einige Tage haltbar.