Sonntag, 3. August 2014

Sonntagsthema: Was geschah am 3. August?




Ist kein wirkliches Sonntagsthema – aber in dieser Affenschwüle sei ein Abweichen von der Regel erlaubt. Der hitzebetäubte Geist ist schwach, aber das Fleisch ist willig .. ;-))

Heute ist der 3.8.  – noch 150 Tage bis zum Jahresende. Schon Silvester geplant? Nein? Dann wird’s aber Zeit: Auf „Secret Escapes“ gibt’s ein Sonderangebot für Silvester 2014/15 in New York mit allem was für den Global Player so dazu gehört, Times Square, Shopping in der Fifth Avenue, Konzert im Central Park... Schon mal sparen.

Aber schauen wir doch mal, was der 3. August historisch so hergibt:

1599 wurde die Deutsche Elisabeth Strupp als Hexe hingerichtet, auch Jakob II, seines Zeichens schottischer König, starb an diesem Tag, allerdings 1460, und so viel man weiß, friedlich in seinem Bett – aber ging das in diesen Zeiten eigentlich? Man weiß nichts Genaueres. Den frühen deutschen Unternehmer, Christoph Andrae erwischte es im Jahre 1804 ebenso wie die Schriftstellerin Dorothea Schlegel 1839, den Schauspieler Devrient im Jahre 1872 und den Schriftsteller Joseph Conrad 1924. Auch Sidonie-Gabrielle Colette (1963) und 1977 den zypriotischen Präsidenten Makarios. In unserem jungen Jahrhundert gingen von dieser Welt am 3. August 2004 der französische Künstler André Cartier-Bresson und 2006 die Opernsängerin Elisabeth Schwarzkopf, Alexander Solschenizyn im Jahre 2008.

Sie meinen - das sei nun wirklich kein Sommer- und schon gar kein Sonntagsthema? Ach ja, es wurde ja auch geboren an diesem 3. August:

Friedrich-Wilhelm III (preuß. König – 1770), der Schachmeister Wilhelm Hanstein (1811), die Großwildjägerin Margarete Trappe (1884), der ecudorianische Komponist Segundo Moreno (1882), der monegassische Rennfahrer Louis Chiron (1899), die Revue- und Ausdruckstänzerin Sonja Bragowa (1903), Schenuda III, Patriarch der Koptischen Kirche (1923) und eine der ersten deutschen Fernsehansagerinnen Irene Koss (1928) neben John Landis, Regisseur (1950), Lucky Dube, Musiker aus Südafrika (1964), Aamir Ageeb, Flüchtling aus dem Sudan (1968), Kevin McGarrity, Rennfahrer (1973), Oscar Pereiro, Radrennfahrer aus Spanien (1977), Kollegah, deutsch-kanadischer Rapper (1984) und Endogan Adilli, Schweizer Fußßballspieler (1994). Es fällt auf, dass sich ab den Nachkriegsjahren die Sportler am 3.8. nur so knubbeln ..

Das ist zugegeben eine sehr willkürliche Auswahl und den am 3.8. Geborenen war ihre Bestimmung natürlich noch nicht in der Wiege erkennbar ..

Katastrophen gab’s natürlich auch am 3.8.

Der Ausbruch des Asama raffte in Japan im Jahre 1783 mehr als 1000 Menschen dahin, im Vertrag von Greenville überlassen 1795 die Ureinwohner nach der verlorenen Schlacht Fallen Timbers gegen die Zahlung von 20.000 US Dollar den Vereinigten Staaten große Teile des heutigen Ohio, und 1963 gaben die Beatles ihr letztes Konzert im Liverpooler Cavern Club – was für manche Damalige gewiss eine mittlere Katastrophe darstellte.

Und natürlich - ein wichtiger Hinweis einer Leserin - vor 100 Jahren begann ein Völkerschlachten, wie man es vorher nicht kannte - mit Waffen, die man bis dahin nicht einsetzte, mit einer Materialschlacht, die Millionen von jungen Männer, die in der Tradition ihrer Väter singend in den Krieg gezogen waren, dazu brachten - wenn sie überhaupt überlebten - nach dem Gemetzel mit Augen voller Grauen und Entsetzen durch die Straßen zu gehen, um vermutlich nie mehr zur Normalität zurückkehren zu können ... 

Also – genießen Sie den 3. August so gut wie möglich – was Anderes bleibt Ihnen auch gar nicht übrig.