Dienstag, 20. August 2013

Text. Text. Text. So geht's besser.

Geiz ist nicht geil. 


Weder im Berufsleben noch privat. Geizhälse sind unsympathisch und in der Regel auf penetrante Weise ichbezogen. Das gilt auch für die gerne ins Feld geführten "Experten". Hat man sich im Laufe eines längeren Berufslebens Expertise angeeignet, ist das natürlich eine feine Sache. Je mehr Erfahrung, desto intensiver die Beratung, desto stärker die Einfühlung, desto substanzieller die Arbeit. Natürlich haben auch die Verve und Chuzpe eines "Frischlings" eine Menge für sich. Aber die Sicht eines "alten Hasen" beurteilt Dinge eben prospektiver und intuitiver. Vieles läuft von selbst ab, wie das Kuppeln beim Autofahren. Ein sechster Sinn, der für uns sorgt. Alles ist reichlich vorhanden. Aus seiner Erfahrung etwas abgeben zeigt Großzügigkeit und Weitblick. Aus Erfahrung wissen wir, dass kleine Gesten oft große Wirkung nach sich ziehen.  Sich als Experte freigebig zu zeigen, beweist Professionalität und Gelassenheit. Ein guter Nährboden für erfolgreiche Kundenarbeit. Tipps und Ratschläge zu SEO, Textoptimierung, Texterstellung, PR, Content Marketing, Storytelling gibt es bei MissWord! (www.missword.de)

Was billig ist, kann teuer kommen. Gute Arbeit hat ihren Preis. 

Zu Picasso, bereits hocherfolgreich und berühmt, kommt ein Banker mit einem Anliegen. "Meister, ich will jemanden ein Geschenk machen. Können Sie mir ein kleines Werk zeichnen? Jetzt gleich?" Picasso nimmt sich ein Blatt Papier und erstellt in großen Zügen - wie es seine geniale Art war - eine kleine meisterhafte Zeichnung. Der Banker ist beeindruckt. "Woow! Was bin ich Ihnen schuldig?" Picasso: "1 Mio. Francs!" (Damals noch alte Francs, aber immerhin!) Der Banker schreit auf: "Was? Für 10 Minuten Arbeit?" Picasso nickt: "Ja, aber ich hab auch 30 Jahre benötigt, um diesen Preis verlangen zu dürfen". Der Banker zahlt.

Sonntag, 18. August 2013

Urlaubsknigge X: Portugal

Portugal ist mehr als Fado und Saudade!


Als Tourist in Portugal kommt man nicht umhin, die portugiesische Seele zu ergründen - Portugiesen sind gefühlvolle Menschen, die viel Takt, Einfühlung und Respekt für andere aufbringen. Das macht sie so anziehend, aber auch empfindlich für ungehöriges oder als nicht statthaft empfundenes Benehmen, sei es in Unkenntnis oder aus Ungehobeltheit. Gerade in Portugal ebnen ein paar Verhaltensregeln den Zugang zu diesem gastfreundlichen Land und zu seinen (in der Regel) liebenswürdigen Bewohnern.

1 Im Restaurant wartet man, bis der Kellner einen wahrnimmt und einen Tisch vorschlägt. Natürlich gilt das nur für eine akzeptable Zeit von ein paar Minuten. Danach kann man selbst initiativ werden. Hat man Platz genommen, werden unaufgefordert Häppchen wie Oliven, Thunfischpaté, Brot, Butter, Käse gereicht. Dies gehört zum Gedeck und sollte auch von Ihnen bezahlt werden. Aufwändigere Antipasti, die man nicht geordert hat, eher nicht. 

2 à saude! Die Getränke sind kostengünstig, daher sollte man auf das kostenlose Leitungswasser nur bei Hitzewellen zurückgreifen. Sich zuzuprosten ist weniger üblich. 

3 In feineren Lokalen erhebt man nicht übermäßig die Stimme, in Fado-Restaurants stoßen Sie auf Missbilligung und Unmut, wenn Sie die musikalischen Darbietungen durch Reden oder auch nur Flüstern stören. Fado ist eine tief empfundene Herzens-Angelegenheit, bei der auch Laien-Sänger vortragen, was Respekt verdient. Ein kleines pekuniäres Dankeschön oder ein Kompliment wird gern gesehen.

4 Die Conta kommt meist auf einem Tellerchen, vom Wechselgeld lässt man einen adäquaten Betrag (10-15%) zurück - aber keineswegs kleinste Münzen. Im Taxi rundet man auf die nächsten 50 Cent-oder Euro-Beträge auf. In einfachen Lokalen, die man gerne zum Mittagstisch aufsucht, zahlt man seine Zeche an der Theke.

5 FKK ist in Portugal verboten, Oben-ohne wird geduldet.

6 Die überwiegend katholischen Portugiesen sind gläubig.  Jedwede Kritik am Papst ist tabu. In Kirchen sollte man sich - wie in allen katholischen Ländern - angemessen kleiden und verhalten, eine kleine Gabe einwerfen, auf Fotografieren verzichten. 

7 Bei den stimmungsvollen, nicht selten temperamentvollen religiösen oder kirchlichen Festen sind Gäste immer willkommen - solange sie sich gut benehmen!

Boa viagem!






Donnerstag, 15. August 2013

Was für eine Viecherei!


Die meisten von uns beißen gerne in ein saftiges Stück Fleisch, vor allem, wenn es aus artgerechter, regionaler Zucht stammt und der Metzger "seine" Tiere noch kennt und human behandelt sprich schlachtet.  Aber erst nachdem sie ein gutes Leben bei umwelt- und tierverträglicher Haltung geführt haben. Rindfleisch steht beim Verbraucher hoch im Kurs. Kein Wunder, zwischen Schmorbraten und T-Bone-Steak eröffnet sich eine kulinarische Bandbreite von hoher Geschmacksintensität.

Einen kleinen Überblick bietet http://www.kochform.de/Fleisch-I-Vom-Ur-Ochsen-zum-Kobe-Steak.htm. Die Serie wird fortgesetzt - nächstens geht es um kleine und große "Schweinereien".

Urlaubsknigge IX: Frankreich


 Französische Potage à l'oignon




La grande Nation!

Frankreich genießt zu Recht den Ruf eines der attraktivsten Reiseländer überhaupt zu sein. Für uns als Nachbar bestens erreichbar, und ein wenig Französisch lernt sich oft in der Schule. Bekanntlich erwarten Franzosen von ausländischen Besuchern, dass sie sich der französischen Sprache bedienen, selbst wenn Monsieur oder Madame sich selbst recht ordentlich auf englisch oder deutsch ausdrücken könnten. Daher sind ein paar Phrasen Französisch äußerst hilfreich, um in Frankreich als Deutscher gut anzukommen. 

Top 1) In Frankreich dreht sich immer noch der Kosmos um eine gute Cuisine, die Fähigkeit zu Genuss und Lebensart, auch wenn die schöne Sitte eine lange Mittagspause im Bistro oder Restaurant einzulegen durch Schnellimbiss und Straßensnacks auch im Mutterland des guten Geschmacks aufgeweicht ist. 

Um nicht anzuecken, sollte man hier genauer hinsehen:

 - "Madame a choisi?" Im Restaurant bestellt die Dame zuerst.
- Die Franzosen lieben ihre große Nation, was sich auch in Kleinigkeiten ausdrückt: Nicht französischen Wein zu bestellen wäre eine große Beleidigung.
- Erst ein "Bon appétit" (Guten Appetit) ist das Startzeichen, um zu Messer und Gabel zu greifen. Dabei warten die Herren galant, bis die Damen am Tisch den ersten Bissen zu sich genommen haben.
- Feste Tischzeiten beachten: Von 11:30-14:00 und von 19.30 - 22:00 Uhr können Sie nach Herzenslust tafeln. Darüber hinaus ist kein Pardon von den sonst so höflichen Franzosen zu erwarten (außer in Nachtlokalen wie dem "Chez Ivan" nahe der Pont Neuf, das erst ab Mitternacht so richtig rege wird. Man speist nicht wirklich vorzüglich, aber in Tuchfühlung mit sehr prätentiösen Damen, die sich beim näheren Hinsicht nicht selten als Monsieur outen.
- In den Sommermonaten Juli/August kann es Ihnen passieren, dass die meisten Restaurants "fermé" sind, denn die Franzosen gehen beinahe geschlossen in die Ferien.
- Die Speisenfolge unbedingt einhalten: Zu einem veritablen Essen gehören "Apéritif" (Aperitif), "Plat" (Hauptgericht), "Fromage" (Käse) und "Dessert" (Nachspeise). Dazu ein Glas Wein, oder zwei. Das ist wie das Amen in der Kirche. Besonders auf den Nachtisch wird viel Wert gelegt. Ohne hat man "nicht gegessen" (so sagen die Franzosen).
-  Erlaubt ist was schmeckt: Fleisch darf beinahe roh auf den Tisch kommen (rohes Tatar ist sehr beliebt). Es wird als Affront empfunden, ein blutiges, innen rotes Stück Fleisch in die Küche zurück gehen zu lassen. Machen Sie sich daher mit den verschiedenen Garstufen vertraut. Auf die Frage "Quelle cuisson?" (Wie möchten Sie es gebraten haben?) antworten Sie (von fast roh bis durchgebraten): "bleu, saignant" (blutig), "à point" (medium) und "bien cuit" (gut durch). Sollten Sie es richtig durchgebraten lieben, formulieren Sie: "Très bien cuit, s'il vous plaît."
- Service: Freundlich, mit einem netten Gruß und einem Lächeln geht es leichter, wenn Sie etwas bestellen möchten. In Frankreich, wo guter Service leider keine Selbstverständlichkeit ist, sollten Sie um die Gunst des Servicedienstleisters werben. 
- Das köstlich-knusprige Baguette niemals schneiden, sondern brechen und in kleinen Stückchen genießen!
- Den Tisch niemals selbst auswählen, sondern sich zu einem Platz begleiten lassen.
- Trinkgeld für die Servicekraft einfach (und nicht zu knapp auf dem Tisch liegen lassen!


Top 2) Im näheren Kontakt mit Franzosen Contenance wahren:

-  Verwenden Sie zur Begrüßung die Phrase "Ca va?". Das kommt dem englischen "How are you?" gleich. Man antwortet darauf lediglich mit einem "Ca va!" (alles gut) oder "Ca va bien - et toi?"(und bei dir?) und erzählt sich - ähnlich wie im Angelsächsischen - nicht wirklich alle Probleme und Befindlichkeiten seiner aktuellen Lebenslage. - Achten Sie darauf, das geläufige "Monsieur" oder "Madame" einzuflechten.
- Sie oder Du? Franzosen gehen förmlicher miteinander um - Urlaubsbekanntschaften auf keinen Fall kumpelhaft duzen! Mit Wangenküssen äußerst sparsam umgehen!
- L'amitié: Franzosen mögen Deutsche lieber als wir denken. Selbst wenn es mit der Sprache nicht ganz so klappt, ist ein Lächeln, das Interesse am gegenseitigen Kontakt zeigt, Gold wert. 
- Gerne werden Nachbarn, neue Bekanntschaften und Freunde lediglich zu einem Aperitif eingeladen. Oft fällt dieser sehr üppig aus. Die Männer trinken Pastis (französische Spirituose aus Anis, mit Wasser verdünnt) und die Frauen Champagner oder einen Kir (Mischgetränk aus Weißwein und Crème de Cassis) und jede Menge Salziges, Herzhaftes und Frisches wird dazu als Häppchen angeboten.
- Seien Sie nicht allzu pünktlich, wenn Sie zum Diner geladen sind. Das akademische Viertel ist normal.

Top 3) Was sonst im Urlaubs-Alltag wichtig ist -

- Trotz herrschendem Rauchverbot und überirdisch hohen Zigarettenpreisen genießen Gauloise & Co in Frankreich noch viel Zuspruch. Französische Raucher, die im Süden leben, haben es gut. Sie decken ihren Bedarf gerne über der Grenze in Andorra bzw. in Par de la casa. Meist und gerne an Feiertagen oder Wochenende. Dann sollte man diese Regionen - wegen Überfüllung - meiden.
- Montags sind fast alle kleinen Geschäfte, Banken und Restaurants geschlossen.
- Passen Sie sich dem Verkehrsfluss an, sonst "verhungern" Sie am Kreisverkehr. Franzosen lassen nur sehr ungern einen anderen Autofahrer vor. Da gilt es einfach mutig darauf los zu fahren, es sei denn, sie hängen sehr an Ihrem Wagen.
- Geschwindigkeitsbeschränkungen eisern einhalten!
- Im Taxi die hinteren Plätze einnehmen!

et alors - bon voyage et bon appétit!

Montag, 5. August 2013

Urlaubsknigge VIII: Türkei



Ein zauberhaftes Reiseland - gesegnet mit den Relikten antiker Hochkulturen, gastfreundlichen Menschen, einer wunderbaren Frische-Küche, die ihresgleichen sucht, abwechslungsreicher Landschaft, starker Kultur und viel viel Küste! Und in dem man als Tourist so einiges falsch machen kann.


Zehn Essentials vor der Reise:




1 Anstand wahren: FKK oder auch nur Oben-ohne-Baden ist unter Geldstrafe verpönt, öffentliches Schmusen erntet zumindest strafende Blicke. Nase putzen? Niemals in der Öffentlichkeit! Und wenn Sie den Muezzin zum Gebet rufen hören, ist die Moschee für Andersgläubige tabu. Besuchen Sie zu gebetsfreien Zeiten die Moschee, sollte Ihre Kleidung Knie, Kopf und Schultern bedecken. Ihre Schuhe ziehen Sie am Eingang aus.



2 Gehen Sie mit den Geldscheinen der Landeswährung im Gebrauch achtsam um, sie ziert immer noch das Abbild des Staatsgründers und dies sollten Sie ehren.



3 Lernen Sie Türken kennen, gilt das freundliche "Merhaba!" (Hallo) und dann "nasil gidiyor"  (wie geht's) Höflich und liebenswürdig ist auch der Abschied, bei dem man sich gegenseitig viel Glück und Freude wünscht. Zurückhaltung beim Händeschütteln - vor allem gegenüber Frauen - üben.



4 Erhalten Sie eine private Einladung, ist das eine hohe Ehre, die man nicht ablehnen darf. Vor dem Mahl werden Tücher oder Lotionen zur Hand- und Gesichtsreinigung gereicht. Lassen Sie es sich schmecken und essen Sie reichlich, alles andere würde als Missachtung angesehen. Übrigens: Man wünscht sich wie bei uns "Guten Appetit" (Afiyet olsun), aber erst nach dem Mahl. Bedanken Sie sich mit ein paar netten Worten auf Türkisch ("Tesekkürle" = Vielen Dank). In der Küche zu helfen, gar beim Abwasch, verbietet sich. Der Gast wird verwöhnt. Bleiben Sie bis zum Kaffee - alles andere wäre beleidigend. 



5 Der alte Basar in Istanbul, aber auch in jeder anderen türkischen Stadt, ist ein Shopping-Eldorado - bei hochwertigen Waren wird von Ihnen erwartet, dass Sie feilschen!



6 Als Ausländer dürfen Sie Alkohol zu sich nehmen, aber halten Sie es während des Ramadam wie die gläubigen Muslime und üben Sie Verzicht aus Respekt vor dem Gastland.



7 In manchen Restaurants auf dem Land wird noch im Schneidersitz gegessen. Zeigen Sie dabei niemals die nackten Fußsohlen und bedienen Sie sich nur mit der rechten Hand.



8 Heftiges Flirten und allzu direkte Annäherungsversuche können rasch die Brüder der Schönen auf den Plan rufen! Traditionell lebende (und streng gläubige) Frauen gehen nie ohne Begleitung aus dem Haus und wenn der Hausherr abwesend ist, werden auch keine Gäste empfangen.



9 In der Türkei gelten viele stark von den islamischen Werte geprägte Tugenden, die in westlichen Kulturen viel flacher vorhanden sind. Freundschaft zwischen Männer oder Frauen untereinander gilt viel, mehr als die Freundschaft zwischen einem Mann und einer Frau. Man unterstützt sich gerne und zeigt Hilfsbereitschaft.



10 Im Kaffeehaus bleiben die Männer unter sich - alle nationalen Fragen und Tugenden werden hier besprochen, die Nationalkultur oder der Sport. Tabuthemen sind Ehekrise und Finanzsorgen.



Gute Reise! - iyi yolculuklar!

Sonntag, 4. August 2013

Themen besetzen + Mehrwert kommunizieren = Unternehmenserfolg


Rein werblich war gestern. Heute punkten Unternehmen mit gezieltem Content Marketing!

Wissen weitergeben liegt im Trend. Großzügig zu sein mit Infos und Know-how zahlt sich aus. Kluge Vermarkter wissen es längst: Heute sucht man nicht mehr - man wird gefunden! Strategisch und kundenfreundlich betriebenes Content Marketing fördert die Auffindbarkeit im Netz und die Sichtbarkeit bei Zielgruppen und Öffentlichkeit.

Wer jetzt noch meint, eine reine Werbeaussage würde ausreichen, um Kunden von einem Produkt oder einer Dienstleistung zu überzeugen, outet sich als Gestriger. Unternehmen, die im Internet interessanten und tagesfrischen Mehrwert über die standardmäßigen Produkt- und Dienstleistungsfeatures hinaus bieten, bauen über hochwertige Inhalte ein Brücke des Vertrauens zum Interessenten und potenziellen Kunden, bevor dieser auch nur eine einzige Bestellung aufgegeben hat. 

Welches Format zu welchem Unternehmen passt - entscheidet nicht nur der Geschmack. Wo halten sich die Zielgruppen auf? Welche Kommunikationsformen pflegen sie? Mit welchem Medium sind sie am direktesten ansprechbar? - Blog, Newsletter, Social Media, ePaper, White Paper, eBook, Booklet, Pressemitteilung, Ratgeberartikel, Fachbeitrag, Sachbuch? Podcast, Webinar, Online-Talk, Unternehmensfilm, Tutorial? 

Bereits die Unternehmenswebsite bietet viel Gestaltungsraum für Formelles und Informelles. Heute noch statische Internetpräsentationen werden zunehmend von interaktiven und Bewegtbild-Formen aufgebrochen. Die innere Logik und die Führungsstrategie ziehen sich durch alle Darstellungskanäle. Cross medial angewandt sollte Content Marketing immer Homogenität wahren, mit dem individuellen Farbtupfer, der dem jeweiligen Format gut zu Gesicht steht. 

Ein Mix aus Information, Dialog & Entertainment. Eine spannende Sache. Für die es Fachleute (wie im Textbereich: missword.de) gibt. Punkt.

Samstag, 3. August 2013

The firm - ein britischer Blockbuster

Nun kann die Welt wieder zur Normalität übergehen, der Hype um den jüngsten Windsor-Spross legt sich,Tassen mit Lätzchenabbild werden aber noch viel länger über den Ladentisch gehen. Die Marke Windsor hat Zugkraft - und wäre sie börsennotiert, hätte sie gute Chancen, alle Rekorde zu brechen - meint ein amüsierter und auch ein wenig enthusiasmierter Berichterstatter in der Zeit:  http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-07/windsor-george-firma.

Weiteres Bonmot zum Wochenende aus den Palastarchiven, ein geplantes Redemanuskript zum Dritten Weltkrieg aus dem Jahre 1983: http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-08/queen-weltkrieg-skript

Angeblich wünschen sich 25 Prozent der Deutschen einen Kaiser zurück. Der noch recht junge Hohenzollern-Chef hält sich in dieser Frage bedeckt, sein Vorgänger Louis Ferdinand bekannte sich offen dazu, allzeit bereit zu sein. In keinem anderen Land gibt es so viele Gazetten, die den Lesern das Leben der Royals und Edeln (aus allen Monarchien) näher bringen. Eine tief empfundene Sehnsucht scheint sich da breit zu machen - selbst in sogenannten linken Kreisen. Oder auch nur Wirtschaftssinn, denn s.o. im Sinne von Markenbildung ist da eine Menge drin.

Freitag, 2. August 2013

Bayreuth 13: Was hat Richard Wagner mit Kompressionsstrümpfen zu tun?

Das Sommerloch generiert die wunderlichsten Pop-ups. Eben flatterte der Newsletter der Bayreuther Festspiele ins Postfach, mit Datum von morgen, klar: Bayreuth - immer einen Tag voraus ;-). Dort gibt es einige nette selbstrühmende Worte zum Festspielbeginn, die üblichen Verdächtigen stellen sich vor und eine Medienpartnerschaft wird angekündigt: Die Bayreuther Festspielen bewerben einen Hersteller von Kompressionsstrümpfen. 

Wenn Sponsoring Partner kongenial miteinander verbindet, dann hier. Mit kecken Venenschonern (auf Wunsch mit Swarovski-Steinen) die Mühsal der stundenlangen Ring- oder Parsifal-Aufführung locker entgegensehen und gelassen der Enge der Bayreuther Holzklassen-Sitzreihen trotzend, die dem Komfort eines Billig-Airliners nicht unähnlich ist. 

Ob die Gesundheitsstrümpfe wohl während der langen Pausen auf dem Festspielgelände - neben fränkischen Bratwürsten und Champagnercocktails - direkt an die Leute gebracht werden? - 

So macht man Festspiele heute!

Donnerstag, 1. August 2013

Urlaubsknigge VII - Skandinavien





Bei uns tobt sich der Hochsommer aus – genüssliche Momente  wie Eis schlecken, kalte Badeseen springen, laue Abende ohne Sperrstunde wechseln sich ab mit Schweißausbrüchen, beklemmender Enge in der stickigen U-Bahn, drögen Köpfen und nachmittäglichen Siesta-Überfällen.

Tempo herunterfahren , wenn die Umstände es zulassen und einfach mal südländisch genießen. Der Herbst kommt noch früh genug. Oder kurz entschlossen in die Ferien fahren, vielleicht gen Norden? - Was sollte man bei einer Reise nach Skandinavien als Benimmregel ins Gepäck packen?


1              Dänen und Schweden sind locker und unkompliziert im Umgang. Das Du rutscht ihnen leicht von den Lippen – Vornamen haben Vorfahrt und Titel spielen keine Rolle. Kaum über der Grenze, fühlt es sich entspannter an: Slap af – cool down.

2              Kinder dürfen so gut wie alles!

3              Speisen in Skandinavien: Mittags Smorrebröd in köstlicher Vielfalt oder ein SB-Menü von der Mittagskarte. Abends warm und lecker. Am Büffet nicht ausflippen, lieber nur kleinere Portionen auf den Teller packen, dafür öfter.

4              Alkohol ist für Autofahrer angesichts der 0,2 Promille-Grenze in Schweden und Norwegen überhaupt keine Option, die toleranten Dänen erlauben 0,5. Trotzdem – lieber maßhalten, denn 1000 Euro Strafe sind schon mal drin.

5              Der Versuchung widerstehen und Alkohol zuhause lassen, auch wenn die hohen Spirituosenpreise in den Gastländern dies geraten machen. Schmuggeln ist kein Kavaliersdelikt für die Grenzkontrollen.

6              Fisch ist ein Muss in Skandinavien, in sauberen Gewässern zu angeln ein besonderer Urlaubsspaß. Aber Hände weg von der Angelschnur bei Zuchtanlagen – vor allem in Norwegen – Dieser Lachs könnte teuer kommen!

7              Dänen, Schweden, Norweger sind sehr tolerant, was ihre Königshäuser angeht, als Gast sollte man dies berücksichtigen – keinen Klatsch oder Lästerliches über die gekrönten Häupter!


Dann mal – god resje – trevlig resa – got tur – nähdään pian!